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Tag des SchlafesWie gut schläft Österreich?

Österreicher schlafen lange, aber schlecht, berichteten Salzburger Forscher. Die Meisten halten zwar ausreichend lange Nachtruhe, nicht einmal ein Drittel redet jedoch von einem qualitativ hochwertigen Schlaf. Die Studie erschien online als "Open Science Framework"-Vorabdruck.

Österreicher schlafen lange, aber schlecht
Österreicher schlafen lange, aber schlecht © APA (dpa/Archiv)
 

Manuel Schabus und sein Team vom Labor für Schlaf- und Bewusstseinsforschung der Universität Salzburg führte ein Jahr lang eine Onlinebefragung durch, bei der 1.000 Österreicher zwischen 18 und 90 Jahren ihre Schlafgewohnheiten und mögliche Schlafprobleme preisgaben. Die durchschnittliche Schlummerzeit der Österreicher liegt im guten Bereich: Rund zwei Drittel der Befragten gaben an, zwischen sieben und neun Stunden zu schlafen, was den Empfehlungen von Experten entspreche, so die Forscher.

Schlafprobleme

Fast die Hälfte der Menschen berichtete jedoch von Schlafproblemen. "Es ist auch alarmierend, dass nur knapp ein Drittel sich selbst als guten Schläfer beziehungsweise als gute Schläferin bezeichnet", erklärte Schabus im Vorfeld des heutigen "Tag des Schlafes".

Die Betroffenen leiden meist über längere Zeit an Schlafstörungen: 86 Prozent von ihnen hatten zum Zeitpunkt der Befragung schon über ein halbes Jahr Probleme mit gutem Schlaf. Mehr als ein Drittel kämpfte schon einige Jahre damit. Das bedeutet, dass es in der Versorgung von Patienten mit Schlafstörungen gravierende Defizite gibt, was in einer Gesellschaft mit hohen medizinischen Standards inakzeptabel ist, so Schabus.

Stress als Auslöser

Grund für viele Schlafprobleme wäre oft individuell wahrgenommener Stress. Knapp zwei Drittel der befragten Österreicher leiden unter beruflichen Belastungen. Mehr als ein Drittel  gab auch an, bis unmittelbar vor dem Schlafengehen elektronische Geräte wie Smartphones oder Laptops zu verwenden. Dies sei kontraproduktiv für guten Schlaf: "Das Bildschirmlicht unterdrückt das körpereigene Schlafhormon Melatonin in vielen Fällen, dies lässt einen schlechter einschlafen", erklärten die Forscher.

 

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