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Wegen Irrtum der ElternEspresso wirkt bei seltener Erbkrankheit von Elfjährigem

Das ungewollte medizinisches Experiment seiner Eltern zeigte Wirkung: Espresso lindert die Symptome seiner seltenen Erbkrankheit. Mediziner sprechen von glücklichem Zufall.

Zufallstreffer: Espresso hilft bei Erbkrankheit
Zufallstreffer: Espresso hilft bei Erbkrankheit © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Koffein tut seine Wirkung bei einem Elfjährigen: Bei einem ungewollten Experiment erfuhr der französische Bub, wie wirksam Espresso die Symptome seiner seltenen Erbkrankheit lindert. Der Bub leidet an unheilbarer Dyskinesie, die zu Muskelkrämpfen führen kann, so das US-Fachmagazin "Annals of Internal Medicine". Mit zwei Tassen Espresso pro Tag können die schmerzhaften Zuckungen aber verhindert werden.

Wie es zu dem ungewollten Versuch kam: Seine Eltern kauften versehentlich Kapseln mit entkoffeinierten Espresso. Der Elfjährige litt daraufhin vier Tage lang unter Muskelkrämpfen, bevor die Eltern ihren Irrtum bemerkten. Als der Bub wieder Espresso mit Koffein trank, verschwanden die Symptome.

Glücklicher Zufall

Emmanuel Flamand-Roze vom Pariser Krankenhaus Pitié-Salpêtrière, Autor des Fachartikels, sprach von "einem dieser unglaublichen glücklichen Zufälle, die es in der Medizingeschichte immer wieder gibt". Die Eltern hätten, ohne es zu wissen, einen Doppelblindversuch vorgenommen. Weder Versuchsteilnehmer noch Versuchsleiter wissen dann, ob bei einem Experiment ein Medikament oder ein Placebo verabreicht wird.

Der Irrtum der Eltern beim Kauf der Kaffeekapseln zeigte die Wirksamkeit von Koffein bei einer Dyskinesie im Zusammenhang mit einem Defekt des Gens ADCY5. Das Gen ist normalerweise an der Produktion eines Enzyms beteiligt, das bei der Kontrolle von Muskelkontraktionen hilft. Die Genmutation verhindert das - dafür kann Koffein die Rolle übernehmen.

Weil die Krankheit höchst selten ist, sind Experimente mit ausreichend Versuchsteilnehmern sehr schwierig - abgesehen von dem ethischen Problem, dass die Patienten, denen ein Placebo verabreicht wird, unweigerlich leiden würden.

Kommentare (2)

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aberEigentlich
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Unverständlich.

Schlecht geschriebene Meldung. Warum trink ein Elfjähriger 2 Tassen Espresso pro Tag? Trank er das bisher schon immer um seine Symptome zu lindern? Und jetzt wurde nur mehr bewiesen, dass das Koffein und nicht der Kaffee als ganzen der Wirkstoff ist?
Die Erkenntnis "Kaffee hilft" muss ja schon passiert sein, als der Junge anfing seine zwei Kaffee pro Tag zu trinken.

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pppp54
1
3
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Hab mir dasselbe

beim Durchlesen dieses Artikels gedacht! Aber warum einfach, wenn es kompliziert auch geht...

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