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Arbeitswelt Tag der Reinigungsfachkraft: Mehr Respekt und Wertschätzung sind gefragt

Reinigungsfachkräfte fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Wertschätzung.

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Drei Viertel der (vorwiegend weiblichen) Reinigungskräfte geben laut dem aktuellen Arbeitsklima Index der oberösterreichischen Arbeiterkammer an, dass ihr Einkommen nicht oder kaum zum Leben ausreicht. "Das liegt daran, dass es eine Teilzeitbranche ist. Es ist kaum Vollzeitbeschäftigung möglich, da die meisten Auftraggeber diese Dienstleistungen nur außerhalb der Betriebszeiten wollen. Es entstehen Arbeitsverhältnisse bis maximal 25 Stunden und daraus resultiert ein geringerer Verdienst", so Monika Rosensteiner, Vorsitzende des Fachbereichs Gebäudemanagement. Sie betont, dass "Reinigung ihren Wert hat und die Beschäftigten ihren Preis. Die Beschäftigten müssen von ihrer Arbeit auch leben können. Unser Ziel heißt: 1700 Euro Mindestlohn so rasch wie möglich!"

Reinigung muss sichtbar werden

Die Arbeitszeiten an den Tagesrändern sieht Rosensteiner als eine der Hauptursachen für den Job-Frust bei vielen Reinigungskräften: "Wir wissen, dass sich viele KollegInnen schlicht und einfach alleine gelassen fühlen. Ihre Arbeit ist oft unsichtbar, weil sie in der Regel am frühen Morgen oder späten Abend arbeiten. Reinigung muss endlich sichtbarer werden. Im ÖGB arbeiten die Kolleginnen und Kollegen untertags und sind daher weitgehend bekannt. So entsteht Wertschätzung und die steigert die Motivation der Beschäftigten."

Rosensteiner verweist zudem darauf, dass "besonders in der Reinigungsbranche Auslagerung an private Firmen an der Tagesordnung stehen. Das Motiv dahinter ist, dass Dienstleistungen billiger werden. Die Qualität und Wertschätzung bleiben dabei leider oft auf der Strecke." Genau aus diesem Grund hat die Gewerkschaft vida Kataloge für faire Vergabekriterien im Bereich Reinigungsdienstleistungen ausgearbeitet. Mit Hilfe dieser Kataloge können sich Auftraggeber bei der Erstellung der Ausschreibung orientieren, welche Kriterien sie heranziehen müssen, um vom Billigstbieterprinzip zum Bestbieterprinzip zu kommen. Ziel ist es, dass nicht mehr nur die gesetzlichen Mindestforderungen erfüllt werden, sondern auch Sozialkriterien, wie Aus- und Weiterbildung oder bessere Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf.
Link zum Katalog

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