„Lähmende Dummheit“ (des Publikums) und „erschreckende Einfalt“ (in den Zeitungen). Richtig: Man ist mitten in Thomas Bernhards 1971 als Auftragswerk der Salzburger Festspiele entstandenem Theaterstück „Der Ignorant und der Wahnsinnige“. In der Operngarderobe warten der halbblinde Vater und der Doktor auf das Erscheinen der Starsopranistin, die an diesem Abend zum 222. Mal die Königin der Nacht singen wird. Rund um Bernhards Lieblingsoper „Die Zauberflöte“ werden der Kunstbetrieb und seine Auswüchse, die Angst des Künstlers vor dem Scheitern, die Rolle des Kunstverehrers, das Feuilleton und Probleme der Eltern-Kind-Beziehung abgehandelt.