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Galerie Zimmermann KratochwillVeronika Hauer: Erkenne dich selbst im Affentheater

Veronika Hauer lässt uns tief in ihre Affenporträts blicken und schickt Botschaften aus dem Wunderland.

Veronika Hauer: Liszt, 2020, Tusche auf Papier
Veronika Hauer: Liszt, 2020, Tusche auf Papier © Galerie Zimmermann-Kratochwill
 

Es ist ein bisschen so, als würde man als unangekündigter Gast mitten in eine private Veranstaltung platzen: Die Blicke der Anwesenden, die auf einen gerichtet sind, die sind anscheinend freundlich, neugierig, skeptisch. Anscheinend? Ja, denn was weiß man schon, was sein Gegenüber über einen so denkt? Sein Gegenüber, der Affe. Sind es nicht immer nur Projektionen des Betrachtenden, die man dem Betrachter zuschreibt?

Die fünf Affenporträts der Klosterneuburger Künstlerin Veronika Hauer fordern einen auf, näher zu kommen – auch wenn manche Blicke eher Abwehr, eher Skepsis ausstrahlen. Vielleicht wird man sich jenem Affen nähern, dem das offensichtlich Clowneske eingeschrieben scheint. Vielleicht fühlt man sich als Mensch in seiner Gegenwart wohler als mit jenem, dem ein wohl wissender, beinahe menschlicher Blick anhaftet. Wer den Tieren nahe kommt, ist von ihrer Fragilität fasziniert: Linien, deren Schwung und Aneinanderreihung, Anknüpfung und farbliche Gegensätzlichkeit ein unendlich komplexes Bild ergeben. Kreise und Sterne bilden wiederum andere Teilfragmente, dicht, aber zart und von höchster Präzision.

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