Dreharbeiten im FARC-Gebiet"Universum" Kolumbien: "Wir hatten ein mulmiges Gefühl"

Regisseur Harald Pokieser widmet sich in einem Zweiteiler am 16. und 23. November der Natur Kolumbiens. Einmal musste man sogar um die Genehmigung der FARC Guerilla ansuchen.

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Ein Zwergseidenäffchen (Cebuella pygmaea)
Ein Zwergseidenäffchen (Cebuella pygmaea) © (c) ORF (Harald Pokieser)
 

Einen Ausflug in das "entfesselte Paradies" bietet ein gleichnamiger, neuer "Universum"-Zweiteiler im ORF: Regisseur Harald Pokieser hat sich für die Dokumentation mit der Natur Kolumbiens auseinandergesetzt und eine Reise von der oft menschenleeren Pazifikküste hinauf zu den schneebedeckten Vulkanen der Anden angetreten. Das Ergebnis ist am morgigen Dienstag sowie am 23. November jeweils um 20.15 Uhr in ORF 2 zu sehen.

Zum Auftakt stehen mit dem Orinoco und dem Amazonas zwei Flüsse im Fokus. Die Dreharbeiten dürften nicht immer einfach gewesen sein. "Es stimmt zwar, Kolumbien ist viel sicherer als früher, aber in manchen Ecken des Landes ist es noch immer sehr gefährlich", wird Pokieser vom ORF zitiert. "Nahe dem Orinoco wurden wir von erbosten Indigenen überfallen, die in Folge aber sehr freundlich zu uns waren. Sie wollten auf ihre Diskriminierung aufmerksam machen."

Im Amazonasgebiet wiederum habe man einmal "mit ausdrücklicher Genehmigung" der FARC Guerilla gedreht, während am Rio Caquetá eine "Rote Zone" betreten wurde. Von einem Militärposten wurde dem Filmteam mitgeteilt, dass niemand für seine Sicherheit garantieren könne. "Glücklicherweise ist uns nichts passiert, aber natürlich hatten wir immer ein mulmiges Gefühl."

Regisseur Harald Pokieser am Rio Caquetá
Regisseur Harald Pokieser am Rio Caquetá Foto © (c) ORF (Harald Pokieser)

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