Mateschitz-Magazin"Addendum"-Nachfolger "Pragmaticus" ist gestartet

Nach einjähriger Vorbereitungszeit ist das neue Mateschitz-Medienprojekt "Pragmaticus" gestartet. Ein Blick hinter die Kulissen und in das Magazin, das "Pragmatismus statt Ideologie" bieten will.

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Screenshot von der Homepage, die seit Freitag online ist. © www.derpragmaticus.com
 

Gelb ist sie, die erste Titelseite des neuen Magazins "Pragmaticus", das in diesen Tagen in der beachtlichen Auflage von 200.000 Stück auf den deutschsprachigen Markt kommt. Erste Coverstory: "Der große Öko-Bluff". Flankiert wird das Print-Medienprojekt, das der mit großem Aufwand betriebenen und im Vorjahr eingestellten Rechercheplattform "Addendum" nachfolgt, von einer Webseite (www.derpragmaticus.com), Social-Media-Auftritten und Querverbindungen ins Fernsehen zu ServusTV. Ein gleichnamiges TV-Magazin folgt ab 5. September jeweils sonntags um 22.55 Uhr im Anschluss an "Links. Rechts. Mitte".

"Pragmatismus statt Ideologie, unaufgeregter Tonfall statt Alarmismus wird das Motto sein", heißt es in einer Aussendung. Inhaltlich wolle man sich mit den Themen Wissen, Macht, Geld und Mensch auseinandersetzen, wobei man "auch Experten abseits des Mainstreams zu Wort kommen" lasse um "neue Blickwinkel" zu ermöglichen.

Die erste Ausgabe versucht sich an einer Entmystifizierung der E-Mobilität beziehungsweise ihrer Förderung, blickt auf die unerwünschten Nebenwirkungen von strikter Hygiene und setzt auf den umfassenden Einsatz von Infografiken. Die Autoren und Autorinnen sind namhaft: Der deutsche Ex-Außenminister Sigmar Gabriel schreibt über die neue Supermacht China, Philosoph Konrad Paul Liessmann ergründet Sinn und Unsinn, Verbindendes und Trennendes von Grenzen. Auch Kolumnist Christian Ortner, der zuletzt den Start von Richard Schmitts "exxpress.at" mitverantwortete, ist Teil des Teams.

Auftritt der Kunstfigur 

Den "Pragmaticus" lernen die Leserinnen und Leser schon auf Seite 3 kennen. Es handelt sich um eine gezeichnete, in schwarz gehaltene Kunstfigur mit einer Hutkrempe im "Servus"-Rot. Wer eine satirische Kunstfigur wie Ferdinand Wegscheiders "Till" vermutet, wird schnell beruhigt: Nicht Häme, sondern Expertenwissen ist Grundlage dieses Projekts.

Beheimatet ist "Pragmaticus" in Liechtenstein und den Namen des kleinen Landes trägt auch der Herausgeber des Magazins: Prinz Michael von und zu Liechtenstein, der seit zehn Jahren das Experten- und Beratungsnetzwerk Geopolitical Intelligence Services betreibt. Milliardär Didi Mateschitz hat mit dem Projekt nur indirekt zu tun. Er zahlt in die Stiftung ein, aus der das neue Online- und Print-Medienprojekt hervorgeht. Als Monatsmagazin wird es den Tageszeitungen "Die Presse", Kleine Zeitung, "Tiroler Tageszeitung" und "Vorarlberger Nachrichten" kostenlos beiliegen. Das Jahresabo kostet 60 Euro.

Als Chefredakteur von "Pragmaticus" fungiert Andreas Schnauder, langjähriger Wirtschaftsressortleiter beim "Standard". Er spricht von einem "kleinen, schlagkräftigen Team", die als Vermittler zwischen den Expertinnen und Expertinnen und dem Produkt auftreten - ein Produkt, das viele Formen hat: Podcasts oder Newsletter gehören zum Repertoire, Print und Online sollen auf der gleichen Ebene stehen. Den teuren Vertrieb über den Einzelhandel erspart sich "Pragmaticus", so Schnauder: "Wir konzentrieren uns auf Abos und die Verbreitung durch unsere Vertriebspartner."

Kommentare (1)
melahide
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Lesenswert?

Aha

Scheinbar wieder ein weltoffenes Medium, das nicht versucht Meinungen zu bilden …:) Typisch Mate halt ..: