Schauplatz GerichtEin Kärntner Vater, das tote Baby und ein Prozess mit einem dramatischen Finale

Ein Kind ist tot und die Katastrophe geht weiter: "Schauplatz Gericht" widmet sich einem Prozess um einen Kärntner Vater, dem vorgeworfen wird, sein Baby geschüttelt zu haben, bis es starb. Eine Sendung über Gutachter, Schuld und Verzweiflung.

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Am Schauplatz Gericht
Am Schauplatz Gericht © (c) ORF
 

"Ich hätte nie gedacht, dass die mich als Schuldigen heranziehen", sagt der junge Vater aus Kärnten, dem das Schlimmste vorgeworfen wird: Er soll schuld am Tod seiner erst sechs Wochen alten Tochter sein. Seine Familie stand immer hinter ihm, erfährt man am Donnerstagabend in "Schauplatz Gericht" (ORF 2, 21.05 Uhr). "Er ist der beste Vater, den sich Kinder wünschen können", sagt seine Lebensgefährtin, die Mutter des toten Kindes. Auch die Eltern des Angeklagten sehen das so. "Unser Sohn ist unschuldig, niemals hätte er seinen Kindern Gewalt angetan", sind sie überzeugt.

Doch die Gerichtsgutachten belasten den Mann schwer. Sie kommen zum Schluss, das Kind sei an einem Schütteltrauma gestorben, verursacht durch den Vater. Ein Privatgutachten entlastet den Mann hingegen: Das Kind sei am plötzlichen Kindstod gestorben, heißt es seitens eines Kinderarztes und gerichtlich beeideten Sachverständigen. Der Vater könne nichts dafür.

Es ist eine Geschichte, die sich wie das Drehbuch zu einer True Crime-Serie anhört.

Peter Resetarits

Welches Gutachten zählt vor Gericht? Acht Geschworene entscheiden über Schuld oder Unschuld des Mannes – über lebenslang oder Freiheit. In "Am Schauplatz Gericht" sprechen alle Beteiligten offen vor der Kamera: Der Angeklagte, seine Familie, sein Anwalt und der Privatgutachter. Inzwischen gibt es ein Ergebnis. Sabine Zink hat für "Am Schauplatz Gericht" die Chronik eines aufsehenerregenden Prozesses mit einem dramatischen Finale dokumentiert.

Dramatisches Finale

"True Crime boomt in allen Facetten. ‚Am Schauplatz Gericht‘ hat sich dem Genre im Reportageformat angenähert und bringt die Chronik eines aufsehenerregenden Mordprozesses", erklärt Sendungschef Peter Resetarits über die Ausgabe. "Es ist die Geschichte vom Zusammenhalt einer Familie, die vom Schicksal schwer getroffen wurde. Von einem Anwalt, der ein großes Manko in der Strafprozessordnung ortet. Von einem medizinischen Gutachter, dem dieser Fall keine Ruhe ließ. Von einem Gerichtsprozess, in dem acht Geschworene über die Schuld oder Unschuld entscheiden mussten. Und: Von einem dramatischen Finale. Es ist eine Geschichte, die sich wie das Drehbuch zu einer True Crime-Serie anhört. Es ist eine Geschichte, die das Leben schrieb."

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