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Fußball-EM im TVORF 1 wird zum EM-Sender und zeigt fast alle Spiele

ORF setzt während der Fußball-Europameisterschaft neben den Live-Spielen auf ein Info-Magazin, Peter Filzmaier und weibliche Stimmen hinter dem Mikro.

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Der ORF-Kader für die Fußball EM (11. Juni bis 11. Juli). © ORF
 

Ein wenig war sie am Küniglberg noch zu spüren, die Erleichterung, dass sich der ORF bis 2026/27 die Übertragungsrechte am Skisport gesichert hat. Entsprechend entspannt präsentierte am Mittwoch ORF-Sportchef Hans-Peter Trost die Senderpläne für die anstehende Fußball-Europameisterschaft, die am 11. Juni beginnt. Der ORF kann noch einmal bei einer Euro aus dem Vollen schöpfen, zeigt in rund 200 Stunden fast alle Spiele der EM live und sorgt für ein umfassendes Rahmenprogramm. Die Rechte an sechs Parallelspielen hat sich "oe24.tv" gesichert, drei weitere, darunter das Eröffnungsspiel zwischen der Türkei und Italien, zeigt Wolfgang Fellners Sender in Kooperation mit dem ORF.

Bei den Gruppenspielen der österreichischen Nationalmannschaft werde ein ORF-Team, inklusive Regisseur und den Moderatoren, vor Ort sein, erklärt Trost die Rahmenbedingungen. Alle Spiele ohne österreichische Beteiligung werden vom Wiener ORF-Zentrum aus betreut. Ein Novum bringt die Auswahl des ModeratorInnenteams: "Endlich wird einmal eine Frau ein Topspiel in ORF 1 moderieren", stellt Trost die Steirerin Anna-Theresa Lallitsch vor, die als erste Frau in Österreich bei einem Männer-Fußball-Großereigniss kommentieren wird. Der ORF war diesbezüglich ein Nachzügler: Sender wie ARD, ZDF oder Sky setzen schon länger auf Frauen hinter den Kommentatorenmikros.

Wunderwaffe des ORF

Lallitsch, eine Grazerin, die mehrere Jahre bei Antenne Steiermark moderierte und 2019 zur ersten österreichischen Fußball-Kommentatorin wurde, spricht von einem Traum, "von dem ich gar nicht gewusst habe, dass ich ihn habe." Ihren ersten Einsatz hat sie am 12. Juni mit der Begegnung Dänemark gegen Finnland. An ihrer Seite moderiert Helge Payer. Von Trost wird Lallitsch als "Wunderwaffe" beschrieben. Und der Sportchef fügt an, dass es weiter Aufholbedarf im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit gibt. Derzeit liege der Frauenanteil in der Sportredaktion bei rund 40 Prozent.

„Sport ist sehr wichtig für uns. Wir sind sehr froh, dass wir die ganz großen Sporthighlights haben", erklärt ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Für den ORF könnten es die letzte Fußball-EM sein, die Rechte an den Europameisterschaften 2024 und 2028 hat sich ServusTV mit einer Millioneninvestition gesichert. Ob eine Sublizenzierung angestrebt wird? Hans-Peter Trost sagt dazu nur: "Wir werden sehen, was die Zeit bringt." Wrabetz, der sich im Sommer der Wiederwahl als ORF-Generaldirektor stellt und gerne eine vierte Amtszeit anhängen würde, ergänzt: "Alles ist möglich."

Kommentatoren-Team

Oliver Polzer, Thomas König, Boris Kastner-Jirka, Michael Roscher, Dietmar Wolff, Michael Bacher,  Daniel Warmuth und Anna Lallitsch.

Co-Kommentatoren: Roman Mählich und Helge Payer.

Filzmaier als politischer Fußball-Experte

Für die kommenden Wochen wird ORF 1 zum Fußball-Sender. Bis zu drei Spiele pro Tag werden mit mehreren Formaten ergänzt. "Heimspiel – Europa am Ball" soll den Publikum originelle und gescheite Geschichten rund um den Fußball näher bringen. Auf Humor setzte auch die "Sprechstunde beim Teamchef Franco Foda". Zudem kündigt der ORF eine Zusammenarbeit zwischen der Sportredaktion und der Inforedaktion an. Titel: "Halbzeit in Bild". Zu einem Einsatz kommt auch der Chefanalytiker des ORF, der nebenbei großer Fußballenthusiast ist: Peter Filzmaier wird für den ORF die Euro in Bezug auf Politik und Kommunikation analysieren- Filzmaier gibt Beispiele: Was bedeuten Sieg und Niederlage für ein Land? Wie kommuniziert ein Team? Was hat sich Franco Foda von der Politik abgeschaut? Zumindest auf letztere Frage gab Filzmeier bei der Euro-Präsentation des ORF schon eine Antwort: "Die Stehsätze häufen sich."

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