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Heute in ORF 1Neuer Kärntner Landkrimi: Unschuldige Opfer im schönen Mölltal

„Waidmannsdank“: Premiere für den zweiten Landkrimi aus Kärnten in ORF 1 um 20.15 Uhr. Bei dem die Steirerin Pia Hierzegger eine Doppelfunktion hat. Es ist Fall 20 der Lokalkolorit-Reihe.

MI „WAIDMANNSDANK“
Landkrimi-Ensemble: Johannes Flaschberger, Michael Pink, Pia Hierzegger, Jutta Fastian, Helmut Bohatsch, Robert Stadlober © APA/RADER
 

Warum die Produktionsfirma Mona Film (u. a. "Blind ermittelt", "Meiberger", "Ein Dorf wehrt sich") auf sie gekommen ist, aus dem Roman von Alexandra Bleyer ein Drehbuch zu fertigen, „weiß ich nicht, aber danke, wobei ich beim Schreiben gemerkt habe, wie schwierig es ist, einen Krimi zu machen“, sagt Pia Hierzegger auf ihre bescheidene Art. Einiges sei anders als in der Vorlage, „ich habe viel verändert – bis zu Geschlechtsumwandlungen“.
Dass sie selbst mitspielen könnte, „hat sich im letzten Drittel meiner Schreibtätigkeit ergeben, ich wollte mich auf keinen Fall ,hineindrücken‘, aber die Dynamik zwischen den Ermittlerinnen – der Oberinspektorin aus Klagenfurt und der Dorfpolizistin – wurde so spannend, dass ich ihr noch mehr Raum gegeben habe.“

Hierzegger betont aber: „Dieser Landkrimi ist ein Ensemble-Film, es gibt viele Figuren, von den man mehr erfährt.“
Überhaupt habe die Grazerin das Biotop im Mölltal, die Charaktere und ihre Motive mehr interessiert als das Krimigenre per se. Und sie weiß natürlich, dass manche sich wundern könnten, warum sie im zweiten Kärntner Landkrimi so eine tragende Funktion vor und hinter der Kamera hat, wobei die Figur der pragmatischen Oberinspektorin Acham ohnehin als „Zug’reiste“ vermittelt wird: „Kärnten war für mich als Kind immer der Ort, wo ich meine Ferien verbracht habe, später auch oft, weil mein Vater aus Kärnten stammt“, erklärt die 48-Jährige. Das letzte Drehbuch von ihr, das auf den Bildschirm kam, war „Die Notlüge“ 2017 im Rahmen der ORF-Stadtkomödien.

Gedreht wurde „Waidmannsdank“ im Spätherbst 2019 vorwiegend in Obervellach und Kolbnitz; dass das Mölltal durch den Landkrimi nun zu morbide auch in Deutschland wahrgenommen werden könnte (das ZDF ist Koproduktionspartner), befürchtet Hierzegger nicht: „Es ist ja eine fiktionale Geschichte und es gibt auch viele sympathische Menschen darin. In Obervellach ist es sehr schön, es gibt dort alles – und alle waren wahnsinnig nett zu uns“, erzählt sie.
Im Film treffen sich alle noch nicht Weggezogenen – in erster Linie ledige Männer, fast alle von ihnen Jäger – im einzigen noch nicht geschlossenen Lokal, dem urigen Badstüberl. Jeder glaubt jeden zu kennen, und doch geht es um Wilderer und illegale Machenschaften, geheime Affären und Schutzmechanismen, verborgene Sehnsüchte und unschuldige Opfer. „Ich habe versucht, ein Netz zu bauen, in dem sich alle kennen und mögen und trotzdem so viel Schlimmes passiert“, resümiert Drehbuchautorin und Schauspielerin Hierzegger, die nach wie vor zum Ensemble des Grazer Theaters im Bahnhof zählt.

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westadam
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