Es ist der letzte Rettungsanker bei Familienfeiern: Wenn das jüngere Publikum vornübergebeugt im Netz versinkt und das ältere Publikum verzweifelt versucht, sie aus diesen Untiefen herauszufischen – dann gibt es ein Wort, das wie eine paradoxe Intervention funktioniert: Vierteltelefon. Der technologische Zauber einer Festnetzanomalie. Meist dauert es nicht lang, bis irgendjemand mit einem Sehnsuchts-Seufzer die Zeit beschwört, als sich die Unterhaltungsindustrie zwischen Musikkassetten, Testbild und Yps-Heften einpendelte. Mit einer durchschnittlichen TV-Nutzungszeit von 170 Minuten täglich (ab 12 Jahren) mutet Österreich wie eine Arche im digitalen Mahlstrom an, aber der kulturelle Umbruch in der Mediennutzung ist unumkehrbar.