Für Herbert Kickl war es ein finaler Teiltriumph in einer größeren Niederlage: 33 Minuten und 33 Sekunden ununterbrochen im ORF-Hauptabendprogramm – fast sein gesamter Monolog zum Ende der Regierungsverhandlungen – live aus dem FPÖ-Medienhaus. Der proportional dazu in Echtzeit gewucherten Kritik daran ist aber entgegenzuhalten: Wäre die „ZIB spezial“ früher ausgestiegen, hätte dies den blauen Opfermythos verstärkt. Was für Puls24, das nach sechs Minuten umschaltete, als kleines Feindbild der FPÖ richtig ist, könnte für ihr großes Angriffsziel ORF das falsche Rezept sein.
Plaikners Medienkolumne
33 Minuten und 33 Sekunden: Was Herbert Kickls Prime Time-Auftritt im ORF bedeutet
Kommentar.
Die Medien müssen das Vertrauen in ihre Arbeit stärken, indem sie über ihre Arbeit berichten.
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