Die Kälte meldet sich im März noch einmal pünktlich zurück. Was gibt es daher Besseres, als über Festivals nachzudenken. Ein kleiner Überblick.

Die fleißigen Menschen von „Kultur in der Mühle“ stellen wie jedes Jahr „Ostern in der Mühle“ auf die Beine. Die Veranstaltung am Wayerfeld in St. Veit (sie selbst schreiben Weyerfeld) heizt am 4. April ab 17 Uhr mit einem Osterfeuer so richtig ein. In der Mühle treten Tutti Dilemma (sehr coole Mucke zwischen Rap und Punk) sowie DJ Terror und die beiden Locals Lashair und Ameflux auf. Vorverkauf gibt es keinen, Karten an der Abendkasse. Obmann Michael Lagler und sein Team werden heuer aber kein Mühlenrauschen Festival veranstalten. „Wir haben uns entschieden, 2026 mit dem Festival zu pausieren und stattdessen Einzelveranstaltungen zu machen. Einerseits ist das Festival einfach ein sehr großer Aufwand und auch immer ein gewisser finanzieller Druck. Auf der anderen Seite haben wir mit den Einzelveranstaltungen die Möglichkeit, ein diverseres Programm zu machen“, sagt Lagler. U. a. ist heuer eine „Rabid Rock Night“ am 4. Juli geplant, wo die Communication Killers aus Kärnten für ehrliche immer am Anschlag gespielte Punk-Musik sorgen. Neu am Start ist auch das „Underground Anderglan“ am 12. September mit experimentellen Klängen.

Fuzzstock: Erste Acts stehen fest

Für Freude sorgt heuer auch das Fuzzstock-Festival an der Petzen: Das von Herwig Fuzzman Zamernik ins Leben gerufene Bergfestival findet zwischen 27. und 30. August statt und hat die ersten Namen veröffentlicht. Der Wiener Musikpoet Voodoo Jürgens gastiert mit seiner Ansa Panier am Festival, weiter sind Endless Wellness (Indie-Pop), der Schauspieler und Rapper Fatoni sowie Lara Hulo (Deutsch-Pop) angesagt. Noch bis 6. April werden sogenannte Easter Murmale Tickets verkauft.

Das Acoustic Lakeside (wir berichteten) findet zwischen 16. und 18. Juli statt, ist aber schon ausverkauft. Um nur einen Namen zu nennen: Pete Doherty gastiert mit den Babyshambles am Sonnegger See.

Gailklang und Woodstockenboi

Das Woodstockenboi-Festival wird von 9. bis 11. Juli für einen Musikorkan in der Naturarena Stockenboi sorgen. Und das Line-up kann sich sehen lassen: Nebelkynd aus Kärnten, Moon Woman aus Innsbruck (Psychedelic Rock), Rapperin Nenda (sie bekam 2026 den Amadeus-FM4-Award), ende (Post-Punk), die grandiosen deutschen Noise-Rocker Dÿse sowie der wunderbare Ariel Oehl. „Wir legen bei unserem Festival auch Wert auf eine gute Gastronomie“, sagt Fabian de Zordo. „Der Kartenvorverkauf hat auch schon gestartet“, sagt de Zordo. Das Line-Up ist aber noch nicht vollständig.

Ebenfalls von 16. bis 18. Juli findet das Gailklang Festival statt: Bisher bekannt sind die Bands Heckspoiler (Metal-Punk), Fairtrade Floyd (Rock) oder Wish to Wonder (Rock). Am Sportgelände in Dellach im Gailtal darf man sich auf einige Tage Festival-Stimmung freuen. Voriges Jahr hatte man pausiert: „Jetzt wollen wir aber schon wieder in Richtung jährliche Veranstaltung gehen“, sagt Simon Martinschitz. Am Gelände gibt es heuer auch fix installierte WC-Anlagen. Außerdem legen die DJs kleinerDrei, Michi K., Bronko und Nadin auf. „Wir haben unser Festival jetzt auf ein Fundament gestellt, mit dem man arbeiten kann und haben auch eine Linie bei der Musik gefunden“, sagt Martinschitz. Bis zu 300 Besucherinnen und Besucher lockt das Festival ins Gailtal.

Aktion Mutante bleibt kompromisslos

Die Aktion Mutante lädt am 27. Juni zur Aktion Brez Confine in die Klosterruine Arnoldstein. „Wir starten dieses Mal um 16 Uhr mit Herodin, das ist Gitarrenmusik mit Mundart. Danach haben wir eine Lesung mit Hans Platzgumer“, sagt Christian Pöschl. Ab 19 Uhr gibt es Musik von Dalila Kayros. „Das ist Stimm-Performance“, erklärt Pöschl. Außerdem spielen Putan Club, HP Zinker und Retschn Ernst Sei Maschin. Das Un:Wucht-Festival findet am 29. August statt. Es kommt u. a. Christian Fuchs von FM4 mit seinem Projekt Christian Fetisch, weitere Programmpunkte werden noch veröffentlicht. Die italienische Noise-Band Ovo tritt ebenfalls auf.