„Wir brauchen einfach mehr Liebe in der Welt. Es würde auch vieles vereinfachen, wenn sich die Menschheit an den biblischen Grundsatz ,Liebe deinen Nächsten´ halten würde“, ist Bernhard Zlanabitnig überzeugt. Deshalb hat der Intendant den 49. Musikwochen Millstatt auch das Motto „Liebe Musik“ verpasst.

Das Spiel mit der Liebe

In insgesamt 18 Veranstaltungen wird damit auf ganz unterschiedliche Weise gespielt – im wahrsten Sinn des Wortes. So wird das Blechreiz Brassquintett zum Auftakt am 31. Mai musikalisch behaupten: „Nur die Liebe/Lippe zählt“. Der georgische Heldentenor Zurab Zurabishvili besingt „Die Macht der Liebe“ (16. August) und die Junge Philharmonie Wien beschwört mit dem Star-Bassisten Günther Groissböck „Große Gefühle“ herauf (23. August). Bei der offiziellen Eröffnung wird das Millstatt Festival Orchester unter Leitung von Marcus Merkel unter anderem Haydns Sinfonie Nr. 9 „La passione“ spielen, für den Solisten bei Mozarts Hornkonzert Nr. 4 wird es ein Heimspiel: Der Millstätter Julius Constantin Schantl war bereits bei der „Goldenen Note“ mit dabei.

Die Bandbreite der Konzerte reicht vom britischen A-cappella-Ensemble „The King’s Singers“ über das Quartetto Rilke (5. Juli) und das Sax Arte Quartett bis hin zu einem Orgelkonzert des Organisten Johannes Strobl (19. Juli) – übrigens ein Seebodener, der an der Hochschule Luzern unterrichtet. Bereits zum zehnten Mal ist Bariton Thomas Hampson zu Gast bei den Musikwochen und bringt wieder die jungen Talente seiner Meisterklasse mit (31. Juli).

Die Komponistin Johanna Doderer hat bereits 2018 ein klingendes Porträt des Millstätter Sees geschaffen, heuer wird ein Auftragswerk für die ungewöhnliche Formation Streicherquartett und Tuba uraufgeführt – das Acies Quartett wird sich dafür mit dem Kärntner Tubisten Johannes Ogris auf neues Terrain wagen (4. September). Auch an das junge Publikum ist gedacht: Das Festival lädt mit „Mission Planet B“, einem Musikvermittlungsprogramm für Volksschüler, in das Kongresshaus Millstatt (24. September). Den Abschluss der Musikwochen macht dann am 27. September die Kelag-Bigband mit Bamlak Werner, die um das Final-Ticket für den ESC angetreten ist.