„Wir wollen die bunte Vielfalt der Musik zeigen“, sagt Siegi Hoffmann. Der künstlerische Leiter des St. Pauler Kultursommers setzt im kommenden Jahr unter dem Stichwort „Kontrapunkte“ auf verschiedene Stile: „In der Musik verschwinden die Grenzen.“ Das alte Schisma von U(nterhaltungs)- und E(rnster) Musik ist längst aufgeweicht und Crossover feiert fröhlich seine Erfolge.
22 Veranstaltungen in St. Paul sind geplant, drei davon erstmals als Gast-Konzerte in den Lavanttal-Gemeinden St. Andrä, St. Georgen und Lavamünd. In das Jahr startet das Festival am 23. Mai 2025 mit einer Kuso-Soirée mit Philosoph Konrad Paul Liessmann und den beiden Nachwuchsmusikerinnen Dorothee und Valerie Breidler.
Kultursommer zwischen Mozart und Folkmusik
Zu bieten hat der Kultursommer auch Lieder, Arien und Klavierwerke von Mozart, Liszt und Wagner, interpretiert von Miriam Kutrowatz (Sopran) und Pianist Eduard Kutrowatz (6. Juni, Stiftskirche), einen Abend mit Journalist Friedrich Orter und dem Ensemble Mischwerk (12. Juni, St. Georgen) oder „Bachs Goldberg-Variationen“ in der Bearbeitung von Benjamin Schmid (Violine), Benedict Mitterbauer (Viola) und Matthias Bartolomey (Cello) am 27. Juni in der Stiftskirche. Die Kelag Big Band tritt mit Sandra Pires am Rathausplatz am 5. Juli auf. Die Sonntagskonzerte widmen sich zuerst Johann Sebastian Bach und seiner H-Moll Messe (25. Mai), danach dem Elias-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy (15. Juni), Johann Strauss Sohn (22. Juni) und zwei Vokal-Ensembles: Ingenium sowie Body Music Explosion (27. Juli). „Bei allen vier Sonntags-Konzerten gilt die Eintrittskarte auch als Fahrkarte für die S-Bahn von ganz Kärnten zu den Konzertorten“, sagt Hoffmann. Mit einem Konzert der finnischen Folk-Band „Frigg“ setzt man am 17. Juli einen weiteren „Kontrapunkt“. Den Abschluss des Programmes macht eine Festmesse an Mariä Himmelfahrt am 15. August 2025.