Live-KonzerteMusikverein Graz tastet sich in Rest-Saison vor

Mit sieben Konzertprojekten an neun Abenden bestreitet der Grazer Musikverein den kurzen Rest der Saison.

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Der Dirigent und Geiger Emanuel Tjeknavorian verkürzt ab morgen die Wartezeit auf Live-Termine © Arens
 

"Endlich gute Nachrichten!“, freuen sich Michael Nemeth und sein Team. Der Musikverein kann nämlich pünktlich mit dem von der Regierung fixierten Öffnungstag am 19. Mai seinen leicht adaptierten Spielbetrieb wieder aufnehmen. Sieben pausenlose Konzerte mit Publikum im halb befüllbaren Stefaniensaal bleiben noch bis Saisonende:

19. Mai: Solistenkonzert mit Julian & Sophie Rachlin sowie Sarah McElravy
26. Mai: Liederabend mit Sopran Camilla Nylund und Helmut Deutsch am Klavier
27. Mai: Kammerkonzert Matthias Bartolomey und das Signum Saxophone Quartet
17. Juni: Solistenkonzert BartolomeyBittmann
21. und 22. Juni: Orchesterkonzert Grazer  Philharmoniker mit Pianist Rudolf Buchbinder
29. Juni: Festkonzert der Grazer Philharmoniker unter Dirigent Ádam Fischer.
2./3. Juli Orchesterkonzert Grazer Philharmoniker unter Dirigent Dennis Russell Davies

Die Zeit bis zum ersten Live-Termin verkürzt ein Konzert, das der Musikverein am Donnerstag ab 19.30 Uhr (musikverein-graz.at/mediathek)streamt. Wir durften bei der Generalprobe zur Soirée kiebitzen, bei der die Qualität der Grazer Philharmoniker mit dazu beitrug, dass das Ereignis im leider einmal mehr leeren Stefaniensaal zu einem ganz speziellen wurde. Als Dirigent stellte sich Emmanuel Tjeknavorian vor. Von seinen Auftritten beim Festival im obersteirischen St. Gallen abgesehen, hat man den 26-jährigen Wiener mit armenischen Wurzeln zumeist als renommierten Stargeiger schätzen gelernt, nicht aber auf dem von seinem berühmten Vater Loris „geerbten“ zweiten Standbein, nämlich als Dirigent.

Sein Pultdebüt in Graz geriet zu einem wahren Ausnahmeerlebnis, und dies gleich in mehrfacher Hinsicht: Mit eleganter und dynamischer Gestik, plausiblen, nie überhetzten Tempi und basierend auf genauester Partiturkenntnis, zeichnete Tjeknavorian auswendig dirigierend ein straffes musikalisches Bild von Mozarts gewaltiger „Jupiter“-Symphonie.
Wie sich beim Proben zeigte, hatte er auch noch die Unterteilungen der Partitur im Kopf und unterstrich so hohe Präzision und Detailgenauigkeit – Postulate eines jeden großen Musikers. Joseph Lanners 1841 in Wien uraufgeführte charmante „Steyrische Tänze“ bildeten auch für Graz eine Rarität.

Zu den Sicherheitsvorkehrungen

Bei den Konzerten gilt:
Vom Eintritt bis zum Verlassen des Gebäudes gilt FFP2-Masken-Pflicht
Einlass in das Gebäude ab 18 Uhr, Beginn 19.30 Uhr
keine Pause
Saalbelegung 50 % mit 1 Sitzplatz Abstand
Laut aktueller Rechtsgrundlage erfolgt der Einlass bis auf Weiteres ausschließlich nach Vorweis eines aktuellen Covid-Negativtests (Antigentest: 48 h gültig, PCR-Test: 72 h gültig) oder eines Antikörpertest-Nachweises

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