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Musikverein 2020/21Mit Freude und viel Optimismus

Der Musikverein für Steiermark trotzt der Coronakrise, weicht vom ursprünglichen Programm fast nicht ab und hat einen Notfallplan B.

Elīna Garanča kehrt am 8. November für einen Liederabend wieder © Deutsche Grammophon/Paul Schirnhofer
 

Vereinspräsident Franz Harnoncourt sprach vom „Alpenhauptkamm als ständiger Grenze“ des kulturpolitischen Blicks aus Wien. Und Vizepräsident Alfred Stingl bedauerte, dass just in der Kulturnation Österreich die Kultur offenbar als Schlusslicht gelte, und erinnerte mit Verweis auf die rascheren Lockerungen für Gasthäuser, dass „auch Konzertsäle, Theater- und Opernhäuser Gast-Häuser sind“.

Aber trotz aller Hürden durch die Coronakrise und die gefühlte Ungleichbehandlung durch die Regierung überwog bei der gestrigen Programmpräsentation des Musikvereins für Steiermark doch die Freude: über die Loyalität der Mitglieder, über die Versprechen der Sponsoren sowie über die stabilen Subventionen von Stadt Graz (100.000 Euro) und Land Steiermark (210.000 Euro) – allesamt wichtige Stützpfeiler bei einer Eigenwirtschaftlichkeit von 84 Prozent.

Und natürlich freut man sich, dass bei allen Unabwägbarkeiten die schon im März avisierten Programmpunkte „praktisch zu 99 Prozent gehalten werden konnten“, wie Michael Nemeth betonte, der zudem zehn im Frühjahr ausgefallene Termine in den ohnehin dichten Kalender einflechten konnte. „Wir gehen jedenfalls mit viel Optimismus in die neue Saison und wollen diesen auch in Taten umsetzen“, sagt der Generalsekretär.

Dazu zählt, dass der Kartenvorverkauf derzeit ohne Sitzplatzeinschränkungen läuft. Falls es im Herbst immer noch oder neue Auflagen wegen Corona gebe, stehe ein Notfallplan B: Dann wandert man mit kleineren Konzerten in den großen Stephaniensaal und spielt die Orchester- und Galakonzerte dort zwei Mal hintereinander vor halbem Publikum. Alles ohne Pause, mit nötigen Schutzmaßnahmen für die Zuhörer, darunter die 2700 Mitglieder des Musikvereins, „die uns alle gleich viel wert sind und die alle zu ihrem Recht kommen sollen“, wie Nemeth unterstreicht.

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