Filmkritik"The Birth of a Nation": Blickwinkel des Widerstands

Ein Vergewaltigungsvorwurf von 1999 hängt Regisseur und Hauptdarsteller Nate Parker nach und schadet dem Film. Obwohl er damals freigesprochen wurde.

Vergeblich als Oscar-Hoffnung gehandelt: Nate Parkers Film © Fox
 

Diese drei Zeichen auf seiner Brust. Ist der kleine Nat ein Auserwählter, wie seine Eltern vermuten? Hier auf der Baumwollplantage in Virginia wächst der Sklavensohn Nathaniel (als Erwachsener Nate Parker) zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf. Er bringt sich selbst das Lesen bei, spielt mit dem Sohn (Armie Hammer) des Plantagenbesitzers, darf schließlich sogar ins Herrenhaus.

Die Bücher in der Bibliothek sind bis auf die Bibel für ihn tabu. Die aber lernt er in- und auswendig kennen und leitet daraus eine Anleitung zum Handeln ab: Er ist von Gott auserwählt, und alles Unrecht, das er rundum sieht, kann Gott nicht wollen.

 

Diese filmische Nachstellung bis hin zum Sklavenaufstand auf den Baumwollplantagen von Virginia im August 1831 wurde im Vorjahr beim Sundance Festival gefeiert, als Oscar-Hoffnung gehandelt und von Fox um viel Geld eingekauft. Regisseur und Hauptdarsteller Parker war 1999 vom Vergewaltigungsvorwurf freigesprochen worden, doch die Geschichte hing ihm nach. Der Film war und ist dadurch beschädigt

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