Die österreichische Filmemacherin Marie Kreutzer schmückt die 75. Filmfestspiele Cannes. Ihre neueste Arbeit "Corsage", bei der sie die gealterte Habsburg-Monarchin Elisabeth in den Mittelpunkt rückt, ist Teil der Reihe "Un Certain Regard". Das teilte Festivalchef Thierry Fremaux am Donnerstag bei der Präsentation des diesjährigen Programms mit. Insgesamt wurden heute 47 Filme in den verschiedenen Reihen vorgestellt, mehr sollen in den kommenden Wochen folgen.

Im Wettbewerb um die Goldene Palme finden sich neue Arbeiten von Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne ("Tori and Lokita") oder David Cronenberg, der "Crimes of the Future" an der Côte d'Azur vorstellen wird. Außerdem rittern Filmemacher wie Ruben Östlund, Claire Denis, Kirill Serebrennikow oder Valeria Bruni Tedeschi um die begehrten Auszeichnungen.

Außerhalb des Wettbewerbs werden so bekannte Namen wie Tom Cruise, der seine "Top Gun"-Fortsetzung "Maverick" vorstellen wird, oder Baz Luhrmann vor Ort sein. Der US-Regisseur präsentiert sein "Elvis"-Biopic. Eröffnet wird das Festival von Michel Hazanavicius' "Z (comme Z)". Für die diesjährige Ausgabe, die von 17. bis 28. Mai stattfinden wird, wurden laut Fremaux mehr als 2200 Filme gesichtet.

In der Schiene "Un Certain Regard" wurden 15 Beiträge vorgestellt, acht davon von Regisseurinnen, wie Festivalchef Thierry Fremaux betonte. Kreutzer rückt in "Corsage" die gealterte Habsburg-Monarchin Elisabeth in den Mittelpunkt. Dargestellt wird diese von Vicky Krieps, während Florian Teichtmeister in die Rolle von Kaiser Franz Joseph schlüpft. Neben Kreutzer sind hier auch Arbeiten wie "Sick of Myself" des Norwegers Kristoffer Borgli oder das Regiedebüt von Schauspielerin Riley Keough vertreten. Sie drehte gemeinsam mit Gina Gammell das drei Schicksale verwebende Drama "Beast".

Mehr als 2.200 Filme hat das Team um Fremaux für die diesjährige Festivalausgabe gesichtet, zu den heute präsentierten 47 Filmen sollen sich in den kommenden Wochen noch weitere gesellen. Die Eröffnung bestreitet Michel Hazanavicius mit seinem außer Konkurrenz laufenden "Z (Comme Z)", einer Horrorkomödie über einen Zombieangriff auf eine Filmcrew. Und natürlich ist auch Hollywood an der Côte d'Azur vertreten, wenn etwa Tom Cruise seine oft verschobene "Top Gun"-Fortsetzung "Maverick" vom Stapel lässt oder Regisseur Baz Luhrmann mit seinem "Elvis"-Biopic vorbeischaut.

Eine im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Angelegenheit dürfte "Three Thousand Years of Longing" von "Mad Max"-Regisseur George Miller werden, in dem ein Dschinn drei Wünsche im Austausch für seine Freiheit gewährt - mit verheerenden Konsequenzen. Als Mitternachtsvorstellungen sind weiters "Fumer Fait Tousser" von Quentin Duplex oder "Moonage Daydream" von Brett Morgen über Popikone David Bowie angesetzt, während der französische Regisseur Olivier Assayas seine neue Serie "Irma Vep" vorstellen wird.