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CoronakriseUS-Kinobetreiber hoffen noch auf späte Sommer-Blockbuster

Wann Kinos wieder aufsperren dürfen, ist noch völlig offen. Bei aller Unsicherheit haben die großen US-Kinobetreiber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es sich noch für Sommer-Blockbuster-Erfolge ausgehen könnte.

Wann läuft Gal Gadot in "Wonder Woman 1984" in den Kinos? © AP
 

Die großen US-Kinobetreiber haben die Hoffnung auf einen - wenn auch verspäteten - Blockbustersommer noch nicht aufgegeben. Die Lichtspielhäuser mussten im März coronabedingt fürs Publikum schließen, hoffen aber, Ende Juli den Betrieb wieder starten zu können. Im Idealfall will man in einigen Bundesstaaten mit günstiger Entwicklung bei den Coronazahlen sogar Mitte Juni erste Schritte setzen.

Das Vorgehen hänge aber selbstredend von den Vorgaben der Gesundheitsbehörden ab, so Patrick Corcoran vom Verband der Kinobetreiber im Reuters-Interview. Zugleich seien die Unternehmer hier auch den Planungen der Studios ausgeliefert, die ihre großen Blockbuster wohl nur dann ins Rennen schicken, wenn sie bundesweit reüssieren können.

Start mit Klassikern

Entsprechend gehe er davon aus, dass in den ersten Wochen nach Wiedereröffnung primär Klassiker oder Filme in den US-Kinos gezeigt werden, die kurz vor den Coronasperren ihren Start hatten. In dieselbe Kerbe schlägt der Kinobetreiber B&B Theatres, der 400 Leinwände in sieben Bundesstaaten bespielt. Man könne sich anfangs einen "Zurück in die Zukunft"- oder einen "Harry Potter"-Marathon vorstellen, so Vizepräsident Brock Bagby: "Traurige oder düstere Dramen haben wir nicht auf der Agenda."

Zugleich stauen sich zahlreiche programmierte Kassenhits in der Pipeline. So sind etwa die Realadaption von Disneys "Mulan" oder "Wonder Woman 1984" von Warner Bros für Ende Juli respektive August angekündigt. Paramount möchte seine "Sponge Bob"-Verfilmung am 31. Juli ins Rennen schicken, hat aber zugleich den ursprünglich als Sommerknüller gehandelten "Top Gun: Maverick" auf Dezember geschoben.

Schlussendlich hinge die Entwicklung auch mit der weltweiten Gesamtperspektive zusammen, unterstrich Chris Aronson, Chef des Paramount-Filmvertriebs: "Wenn in weiten Teilen der Welt große Unsicherheit herrscht, wird es in meinen Augen Bedenken geben, Großproduktionen ins Kino zu bringen."

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