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Oscars 2020Große Überraschung: "Parasite" wird als bester Film ausgezeichnet

Während die Favoriten in allen Darstellerkategorien gewinnen, schreibt der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho Oscargeschichte: "Parasite" erhält die Preise für den besten Film, beste Regie, bestes Drehbuch und den Auslandsoscar.

Bong Joon Ho
Große Freude und wenige Worte: Oscarpreisträger Bong Joon.ho © Chris Pizzello/Invision/AP
 

Man könnte es am Ende auch als großes Favoritensterben bezeichnen: Nicht Sam Mendes' Kriegsepos "1917" in One-Shot-Optik (10 Nominierungen), noch Quentin Tarantinos Hommage ans Hollywood der 1960er "Once Upon A Time ... in Hollywood" (10 Nominierungen) noch Todd Philipps' Comicverfilmung und Psychostudie "Joker" (10 Nominierungen) setzte sich am Ende in den wichtigsten Kategorien durch, sondern ein südkoreanischer Film. Erstmals in der Oscargeschichte. Bong Joon-hos bitterböse, präzise und eindringlich erzählte Gesellschaftsparabel "Parasite" holte sich am Ende die beiden Preise in den Königskategorien "Bester Film" und "Beste Regie" ab, jenen für das "beste Original-Drehbuch" - und, wie erwartet, den Preis für den besten nicht englischsprachigen Film. Hier eine seiner Dankesreden.

So setzte "Parasite" sich mit insgesamt vier Preisen aus sechs
Nominierungen auch an die Spitze des Gesamtfeldes. Der mit elf
Nominierungen als Topfavorit in den Abend gegangene "Joker" von Todd Phillips musste sich mit den Auszeichnungen für den besten
Hauptdarsteller (Joaquin Phoenix) und die beste Musik begnügen.
Sogar völlig leer aus ging Martin Scorseses Mafiaepos "The
Irishman".

Den Live-Blog zum Nachlesen gibt es hier.

Die Gewinner

BESTER FILM "Parasite"
BESTE REGIE Bong Joon-Ho ("Parasite")
BESTE HAUPTDARSTELLERIN Renee Zellweger ("Judy")
BESTER HAUPTDARSTELLER Joaquin Phoenix ("Joker")
BESTE NEBENDARSTELLERIN Laura Dern ("Marriage Story")
BESTER NEBENDARSTELLER Brad Pitt ("Once Upon A Time... In
Hollywood")
BESTE KAMERA "1917"
BESTES ORIGINAL-DREHBUCH "Parasite"
BESTES ADAPTIERTES DREHBUCH "Jojo Rabbit"
BESTER INTERNATIONALER FILM "Parasite"
BESTE MUSIK "Joker"
BESTER SONG "Rocketman"
BESTES KOSTÜMDESIGN "Little Women"
BESTES MAKE-UP "Bombshell"
BESTE VISUELLE EFFEKTE "1917"
BESTER SCHNITT "Ford v Ferrari" ("Le Mans 66 - Gegen
jede Chance")
BESTES SZENENBILD "Once Upon A Time... In Hollywood"
BESTE TONMISCHUNG "1917"
BESTER TONSCHNITT "Ford v Ferrari" ("Le Mans 66 - Gegen
jede Chance")
BESTE DOKUMENTATION "American Factory"
BESTER ANIMATIONSFILM "Toy Story 4"
BESTER KURZFILM "The Neighbors' Window"
BESTER ANIMIERTER KURZFILM "Hair Love"
BESTER DOKUMENTAR-KURZFILM "Learning to Skateboard in a Warzone (If
You're a Girl)"

Oscars 2020: Die Roben

Grün als Zeichen der Hoffnung? Schauspielerin und Nominierte Florence Pugh ("Little Women") in einer gewöhnungsbedürftigen grünen Robe von Louis Vuitton. 

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Mutig: Oscarfavoritin Renee Zellweger erschien in einem kleinen glitzernden One-Shoulder-Dress, einem kleinen Weißen, am roten Teppich von Armani Privé.

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Ein bisschen Stoff statt Hüfttascherl: Saoirse Ronan erreicht als Nominierte in Gucci den Red Carpet ...

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... mit hinreißender Schleppe.

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And the Oscar für die aufregendste Robe ... geht an Sängerin Janelle Monae und ihren silbernen Traum von Ralph Lauren aus Swarovski-Steinen.

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Wer braucht da noch einen Goldbuben?

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Für dieses elegant goldene Korsett-Outfit von Oscar de la Renta hätte sich die zweifach nominierte Scarlett Johansson auf jeden Fall einen Goldbuben verdient ...

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... und auch ein schön tätowierter Rücken kann entzücken.

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Ganz schön aufgeplustert: Sandra Oh in einer nuden Robe von Elie Saab Haute Couture

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Auftritt mit politischer Ansage: Oscar-Preisträgerin Natalie Portman trägt, eingestickt in ihren Mantel, die Namen der Regisseurinnen bei sich, die nicht für einen Oscar nominiert waren. Deswegen wohl der viele Stoff.

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Betörend: Oscarpreisträgerin Charlize Theron in einer bestechenden schwarzen Robe von Dior Haute Couture.

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Schauspielerin und Regisseurin Greta Gerwig blieb zwar an diesem Abend unvergoldet - ihre olivgrüne Dior-Robe war jedoch preisverdächtig

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In Kuhglockenform: Kristen Wiig begeistert mit diesem Auftritt in Valentino Couture eher nicht. Aber das Internet hatte seine Freude mit diesem roten Kleid.

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Sie zeigte in weißem Chanel-Mantel ihre Nägel: Popstar Billie Eilish: Ihre Oscarversion von "Yesterday" danach war aber nicht besonders inspirierend

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Selbstbewusst - ihre Rolle als Scheidungsanwältin in "Marriage Story" - wie dieses Outfit: Laura Dern

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Zeigte viel Bein in einer weißen Robe von Atelier Versace: die britische Schauspielerin Cynthia Erivo ("Harriet")

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Viel Spaß mit den weiteren Bildern!

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Beste Hauptdarstellerin: Renee Zellweger für "Judy"

Judy Garland hat ihr Glück gebracht: US-Schauspielerin Renee Zellweger ist bei den 92. Oscars in Los Angeles als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden. Die Trophäe erhielt die 50-Jährige für ihre Leistung in dem Biopic "Judy" über die Hollywoodlegende. Es ist Zellwegers zweiter Oscar,
nachdem sie für "Unterwegs nach Cold Mountain" 2004 beste
Nebendarstellerin wurde.

Bester Hauptdarsteller: Joaquin Phoenix für "Joker"

Vierte Nominierung, erster Sieg: Das war ein Sieg mit Ansage: Joaquin Phoenix ist bei der 92. Oscar-Gala wie erwartet für seine herausragende Leistung in Todd Phillips Comic-Psychoporträt "Joker" mit der Trophäe für den besten Schauspieler geehrt worden. "Die Ausdrucksmöglichkeit hat mir das außergewöhnlichste Leben ermöglicht", zeigte sich der 45-Jährige überwältigt von der Auszeichnung für seine Schauspielerei.

Zugleich nutzte Phoenix seine Dankesrede für einen allgemeinen Aufruf: "Wir sprechen über den Kampf gegen die Ungerechtigkeit."

Beste Nebendarstellerin: Laura Dern für "Marriage Story"

Bei ihrer dritten Nominierung als Schauspielerin konnte Laura Dern schließlich triumphieren: Sie setzte sich bei der Gala zu den 92. Oscars in Hollywood mit ihrer Interpretation einer überspannten Anwältin in Noah Baumbachs "Marriage Story" in der Sparte der Nebendarstellerinnen gegen die Konkurrenz durch - wie prognostiziert.

"Man sagt: Triff nie deine Helden. Aber wenn man viel Glück hat, hat man sie als Eltern", bedankte sich die 53-jährige, die just am 10. Februar ihren Geburtstag feierte, bei ihren Schauspielereltern Bruce Dern und Diane Ladd. An ihren Regisseur gerichtet, sagte sie: "Danke Noah, für deine Vision, deine Magie und deine Worte."

Bester Nebendarsteller: Brad Pitt für "Once Upon a Time ... in Hollywood"

Vier Anläufe hat er gebraucht, nun kann Hollywoodstar Brad Pitt endlich den Titel des Schauspiel-Oscargewinners tragen: Für seinen Part des Stuntman Cliff Booth in Quentin Tarantinos "Once Upon A Time... In Hollywood" holte sich der 56-Jährige gleich zum Auftakt der 92. Oscar-Gala in Hollywood die Trophäe der besten Nebendarsteller.

"Du bist originell, einzigartig, die Filmindustrie wäre ohne Dich ein sehr viel trauriger Ort", zollte Brad Pitt seinem Regisseur Tarantino Respekt für eine Arbeit.

Was sonst noch passierte? Es regnete, es gab einige starke Statements, zum Siegeszug vom Streamingdienst Netflix kam es wie zuletzt bei den Golden Globes nicht - aus 24 Nominierungen wurden zwei Goldbuben - und Spike Lee zollte einem jüngst Verstorbenen Tribut - nämlich dem Basketballstar Kobe Bryant seinem, indem er dessen Trikotnummer "24" in Gold auf seinem Frack trug.

Müde Gala, maue Popauftritte

Wie im Vorjahr verzichtete man auch heuer auf einen fixen Moderator, stattdessen durften sich etliche Stars als Pausenüberbrücker und Preisüberreicher verdingen. Wirklich Schwung brachte man dadurch in die Angelegenheit allerdings nicht, mal abgesehen von der sehr bemüht inszenierten Musikeröffnung durch Sängerin Janelle Monae. Viel spekuliert wurde im Vorfeld auch über den Auftritt von Popstar Billie Eilish, immerhin steuert sie den Titelsong zum nächsten James-Bond-Streifen bei. Letztlich war ihre Version von "Yesterday", die das traditionelle "In Memoriam"-Segment begleitete, allerdings ziemlich gediegen und unspektakulär.

Kommentare (1)

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VH7F
2
9
Lesenswert?

Da hat es die Academy dem Establishment in Hollywood aber gezeigt

Für Parasite zu stimmen, war mutig.

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