Christian Hölbling im Interview„Jeder Depp hat ein Recht auf Vertretung“

Christian Hölbling verleiht in seinem neuen Kabarettprogramm ein „Deppendiplom“. Wir sprachen mit dem Wahl-Kärntner über den Ausverkauf der Heimat, die Aufgaben eines Satirikers und „Helfrieds Strenge Kammer“.

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Christian Hölbling (50): „Der Unterschied zwischen Satire und Politik ist in Österreich traditionell fließend“ © Arnold Pöschl
 

Kraftausdrücke wie „Depp“ haben in diesen Tagen einen besonders schalen Beigeschmack. In Ihrem neuen Kabarett versprechen Sie dennoch eine „Ausbildung zum Deppen“. Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen solchen aus?
CHRISTIAN HÖLBLING: Die Begeisterung für was auch immer. Das Echtsein. Reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Nicht mehr tun als notwendig. Sich nicht in die erste Reihe drängen, Vize bleiben. Glauben statt Wissen. Sich sein Ei selber legen. Mit Liebe scheitern und das als Erfolg verkaufen. Sie merken schon, der Depp wird bei mir nicht abwertend betrachtet, sondern eher im Sinne eines Narren. Er ist vielschichtig, und ich als Vortragender bin ja auch ein Kingsize-Depp, wie ich sage.

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