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Schloss Lind/NeumarktKunst im Saustall und im Glashaus

Das Schloss Lind bei Neumarkt beendet seine Winterpause. Das dortige "Andere Heimatmuseum" hat noch mehr Ausstellungsfläche geschaffen. Der Auftakt erfolgt am am 8. Mai mit einem Galerie-Spaziergang.

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Geschichtsträchtiger Ort, als "Anderes Heimatmuseum" in künstlerischer und gesellschaftspolitischer Funktion: Schloss Lind bei Neumarkt © Schloss Lind/Picasa
 

Das "Andere Heimatmuseum" im Schloss Lind bei Neumarkt in der Steiermark ist aus der Winter- und Coronapause zurückgekehrt. Ab dem 8. Mai sind neben der Dauerausstellung und der Erinnerungsstätte für das KZ-Außenlager von Mauthausen mehrere Ausstellungen auf dem weitläufigen Schlossgelände im steirischen Bezirk Murau zu sehen - bespielt werden nun etwa auch der Sau- und Schafstall und auch ein Glashaus, informierten die Veranstalter am Montag.

Der bildende Künstler Aramis (1950-2010) hat das "Andere Heimatmuseum" vor 25 Jahren ins Leben gerufen. Seither beschäftigt es sich in Form von "assoziativen Installationen" und Sonderausstellungen mit der jüngeren Zeit- und Sozialgeschichte. So wurde unter anderem auch eine Erinnerungsstätte für das KZ-Nebenlager von Mauthausen (1942-1945) eingerichtet. Seit zehn Jahren wird das Zentrum von Britta Sievers und vom Autor und Theatermacher Andreas Staudinger als Zentrum für regionalspezifische Kunst- und Erinnerungskultur weitergeführt. In der warmen Jahreszeit finden Literatur- und Musikprojekte, Performances sowie Sonderausstellungen statt.

Britta Sievers und Andreas Staudinger Foto © Schloss Lind

"Aufgrund der Erfahrungen mit der Pandemie im Jahr 2020 wurde das Ausstellungs- und Veranstaltungskonzept überdacht und schließlich neu konzeptioniert", machten die Organisatoren auf die anlaufende neue Saison aufmerksam. "Wie zum Teil schon 2020 wird auch 2021 ein Großteil der Konzerte outdoor angeboten werden - auf dem eigens dafür entwickelten 'Corona-Stage' vor dem Stallgebäude, wo die Musikerinnen und Musiker bei Schlechtwetter auch auf der Heubodenbühne performen können", wie Staudinger erläuterte.

Im Vorjahr hat man fünf neue Ausstellungsräumlichkeiten geschaffen: In der "Saustall- und Schafstallgalerie" werden Fundstücke von Aramis mit Arbeiten der gebürtigen Wolfsbergerin Edith Payer gezeigt. Die neue Glashaus-Galerie hält Installationen der Grazer Gruppe Zweintopf, Simon Goritschnig und Michael Bachhofer bereit. Gridchen Pliessnig hat eine große Installation für die Turmgalerie geschaffen. Und in der Brechstadl-Galerie wird der "Türen"-Werkkreis von Aramis gezeigt. Im Schlossgebäude selbst sind zwei große Sonderausstellungen von Ina Loitzl und Sigrid Friedmann/Ulrich Kaufmann sowie Arbeiten von Martha Laschkolnig & Marie Lenoble zu sehen.

Der Park befindet sich laut den obersteirischen Künstlern weiterhin in der Entwicklungsphase: Nach ersten Rodungs- und Kultivierungsarbeiten soll er in ein "Zoemeterium" - also eine Ruhestätte der Dinge - transformiert werden, in dem neben den Pflanzen auch aus dem Warenkreislauf gefallene Dinge der regionalen Arbeits- und Alltagskultur in Würde altern dürfen.

Das Musik- und Literaturprogramm umfasst 2021 Lesungen von Bruno Schernhammer und Isabella Krainer. Andreas Staudinger wird sein neues Buch "Wehglück Alpen" präsentieren. Konzerte mit Manjana und Elektroband, Klaus Karlbauer, Trio Infernal, Wolfgang Puschnig, John Sass und Mamadou Diabate, YAH Jazzclub sowie Ulli Prieler & Friends, stehen ebenfalls auf dem Programm. Und falls es die Pandemie zulässt, geht das Festival STUBENrein mit Unterstützung des steirischen herbstes in sein sechstes Jahr.

Schloss Lind
Es locken permanente und wechselnde Ausstellungen im Schloss und auf dem Areal und viele weitere Kunst-und Kulturangebote © Schloss Lind

Information

Das "Andere Heimatmuseum" im Schloss Lind: Eröffnet wird die Saison am 8. Mai mit einem Spaziergang von 18 bis 21 Uhr im Areal des Schlosses. Bedingung für den Museumsbesuch ist die telefonische Anmeldung unter Tel. (03584) 3091. Details: www.schlosslind.at

 

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