AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Josef Winkler im Interview"Wir Schriftsteller beißen ständig ins Gras der Einsamkeit"

Josef Winkler lässt die Osterglocken läuten. Der Schriftsteller über Dorfgemeinschaften, seine Quarantäne im Kloster, Auferstehung nach Kanzlerart und seinen guten Riecher.

Josef Winkler: "Ich bin ein Religionsmensch, durch und durch" © (c) Karlheinz Fessl
 

Wie sehr schränkt Sie die nunmehrige Isolation als Schriftsteller ein?
JOSEF WINKLER: Wir Schriftsteller beißen ständig ins Gras der Einsamkeit und sind dem Leben und dem Tod auf den Fersen. Lieber ein Ausgeschlossener als ein Eingeschlossener, habe ich oft gedacht, wenn es mich doch einmal bedrückt hat. Außerdem heißt es bei André Heller, daß die wahren Abenteuer im Kopf sind. Und: „Schreiben als eine Art stilles Feiern - die stillen Messen waren mir oft die liebsten“, heißt es bei Peter Handke.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

GordonKelz
1
0
Lesenswert?

...GEMEIN....

...ließt Winkler aus dem Wort " Gemeinschaft",
und speibt es auch gleich heraus. 67 jährig ist er Erwachsen oder auch nicht? Seine Erinnerungen an die Kindheit in Kamering wird ihn bis zum Tod nicht loslassen, so sehr hat es sich eingebrannt in die Seele dieses Autors, das er heute in einem Blumenladen allein durch die Gerüche seine Verstorbene Großmutter aufgebahrt mit den schwarzen Nylonstrümpfen in denen sich die Zehen bogen, erinnert. Seine Erziehung hat wesentlich Anteil an seinen wortgewaltigen Ausbrüchen die heraus mussten. Nicht er, die anderen sollten in den Spiegel sehen, er ist das Kind, das sich alle Rechte nimmt, um der Wahrheit, was immer das ist, zu seinem Recht zu verhelfen.
Er konnte gar nie so weit von Kamering weg sein, als das " Menschenkind" nicht ständig präsent war. Ein Künstler der Worte, der wie Handke zu Kärnten gehört .Gäbe es ihn nicht, müsste man ihn erschaffen!
Frohe Ostern, Herr Winkler.
Gordon Kelz

Antworten