Es hätte ein Furioso der Sprache werden können: Der britische Dramatiker Martin Crimp hat die französischen Verse von Edmond de Rostands "Cyrano de Bergerac" in die Gegenwart transferiert, in eine neue Sprachwelt im Nahbereich von Spoken Word und Rap. Der traurige Titelheld, der seine unvorteilhafte Physiognomie mit einer spitzen Zunge kompensiert, ein Sprachvirtuose, dessen brillante Raserei niemals ganz seine fundamentale Unsicherheit verdecken kann, redet hier nicht weniger artifiziell, aber eben zeitgenössisch artifiziell. So wird das große Fechtduell im ersten Akt zum reinen Poetry Slam.