Angst und PanikKabarettist Thomas Stipsits will Menschen mit Burn-out Mut machen

Thomas Stipsits sprach in der Ö3-Radiosendung "Frühstück bei mir" sehr offen über seine durch Überarbeitung ausgelösten Panikattacken und die nachfolgende Reha.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Thomas Stipsits, wieder zurück auf den Bühnen © APA/Ingo Pertramer
 

Vier Monate lang hat der Kabarettist, Schauspieler und Autor Thomas Stipsits die Bühnen des Landes bewusst nicht betreten. Anfang September führte er auf Facebook ein Burn-out als Grund dafür an. Bei der Ö3-Radiosendung "Frühstück bei mir" am Sonntagvormittag sagte er, dass er mit seiner Geschichte bewusst an die Öffentlichkeit ging, um "Menschen, denen es ähnlich geht, Mut zu machen, weil das ist der Beginn der Heilung".

Auch erachte er es als wichtig, dass psychische Erkrankungen genauso wertig behandelt werden wie physische Erkrankungen. Er selbst hatte bereits im Alter von 25 Jahren gesundheitliche Probleme, die ähnlich zu jenen im vergangenen Jahr waren. "Burn-out ist ja immer verbunden mit sehr vielen anderen Dingen. Bei mir ist es die Angst und Panik, die gehen oft über in eine Depression", beschrieb Stipsits. Dieses Mal löste Überarbeitung Panikattacken beim Kabarettisten aus. Auch habe er den Fehler gemacht, sich nicht gut genug von Menschen abzugrenzen, die ihm nicht gut tun.

Gegipfelt sei es bei einer Vorstellung im "Theater im Park" im Juli. "In der zweiten Hälfte der Vorstellung ist der Boden unter meinen Füßen plötzlich weich geworden und dann kam eine Panikattacke daher, wie vor 13 Jahren das letzte Mal. Dann hatte ich kurz den Gedanken, es rennen alle Leute auf die Bühne und trampeln mich tot. Zum Glück hat das niemand gemerkt. Es war ein furchtbarer Zustand", schilderte Stipsits.

Stipsits: "Was ich am meisten liebe, davor habe ich am meisten Angst"

Bald darauf sagte er alle Vorstellungen der nächsten Zeit ab. "Es ist ja so absurd: Was ich am meisten liebe, davor habe ich am meisten Angst." Im Anschluss machte er eine sechswöchige Reha für psychosomatische Störungen, die ihm sehr geholfen habe, wie er auf Ö3 sagte.

Im neuen Jahr wurden Spieltermine reduziert. Abseits der Bühne erscheint von ihm der neue Stinatz-Krimi "Eierkratz-Komplott", den er während seiner Bühnenpause geschrieben hat.

 

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

antela
13
5
Lesenswert?

Ah, neues Standbein aufbauen: Sozial- und

Lebensberater. Wenns mal mit dem Kabarett nicht mehr so hinhaut. Geht ok.

Ichweissetwas
14
7
Lesenswert?

Da ist er nicht der

Erste, der Mut machen möchte! Hat sich in allen Gesellschaftsschichten schon lange etabliert..!

sonja65
89
8
Lesenswert?

Herr Wichtig

Seine Mediengeilheit hat er anscheinend nicht behandeln lassen.Jetzt schreibt er sicher noch ein Buch darüber.
So wird das nix.

pppp54
1
23
Lesenswert?

Und was haben

Sie nicht behandeln lassen? Sie leiden anscheinend an schweren Empathiestörungen! Sie tun mir sehr leid…

MichaelaAW
0
67
Lesenswert?

Alles Gute

Toll u d richtig dass er offen darüber redet.

thereader
36
11
Lesenswert?

Er schreibt aber nicht, daß er es so vollkommen los wurde

Er spricht nur von Hilfe:
Was mich auch nicht wundern würde:
Psychotherapeuten quargeln dich eher zu, Psychiater dir gleichzeitig ein oder meist mehrere Medikamente.

erstdenkendannsprechen
1
77
Lesenswert?

danke für teilen.

fokus auf psychische gesundheit, auf ausgebranntheit und darauf, was man dagegen tun könnte oder kann, gehört verstärkt.