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Nachtkritik FestwochenPolleschs "Die Gewehre der Frau Kathrin Angerer": lustig, aber mit Längen

Bertolt Brecht und Fred Astaire, Showtanz und Wrestling, Gut und Böse: Mit "Die Gewehre der Frau Kathrin Angerer" bringt René Pollesch einmal mehr wortreiches, witziges Überwältigungstheater zu den Wiener Festwochen.

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Kathrin Angerer und ein drehbarer Raum © Festwochen
 

Mit René Pollesch wird es lustig. Darauf ist Verlass, denn in den rasanten, überkandidelten Diskurskomödien des deutschen Autors und Regisseurs, der demnächst die Intendanz der Berliner Volksbühne übernimmt, um dort zeitgenössisches Hauptstadttheater zu machen, geht es üblicherweise um alles: um die großen sozialen und politischen Fragen unserer Zeit also, von Kapitalismuskritik und Geschlechterpolitik zur Identitäts- und Repräsentanzdiskussion, die da im lustvollen Galopp durch die Labyrinthe der Themen und Thesen verhandelt werden. So auch in der Festwochenproduktion „Die Gewehre der Frau Kathrin Angerer“, die am Samstag im Theater an der Wien Premiere hatte. Der Titel beruft sich auf eine von Polleschs Lieblingsschauspielerinnen, die im Stück natürlich mitwirkt, und nimmt Bezug auf ein einst viel gespieltes, heute kaum noch beachtetes Stück von Bertolt Brecht: „Die Gewehre der Frau Carrar“, entstanden in Reaktion auf den Spanischen Bürgerkrieg. Darin ging es um die Notwendigkeit, politische Haltung einzunehmen und ihr auch Taten folgen zu lassen.

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