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PersonaliaLahav Shani wird Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestras

Ein junger Löwe folgt auf einen alten Fuchs: Lahav Shani (28), Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker, folgt mit der Spielzeit 2020/21 auf Langzeit-Chef Zubin Mehta (81).

Lahav Shani, 28-jähriger Shooting Star am Pult © Marco Borggreve/Wiener Symphoniker
 

Der israelische Dirigent Lahav Shani wird der Nachfolger von Zubin Mehta als Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestras. Shani, seit kurzem auch Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker mit Philippe Jordan als chef, folgt seinem indischen Kollegen mit der Spielzeit 2020/21 an der Spitze des renommierten Klangkörpers. Bereits in der Saison davor wird er als designierte Musikdirektor fungieren, teilte das Orchester mit.

Seine Beziehung zum Klangkörper begann der 1989 in Tel Aviv geborene Shani bereits als 16-Jähriger, als er gemeinsam mit seinen künftigen Kollegen als Solopianist auftrat. Seit 2013 ist er dem Orchester sowohl als Pianist wie Dirigent verbunden. Die Symphoniker gratulierten Shani in einer Aussendung: "Wir wissen, wie viel ihm das Israel Philharmonic Orchestra bedeutet, bei dem er ja seine professionelle Musikerlaufbahn begann", so Symphoniker-Intendant Johannes Neubert. Die Kollegen in Tel Aviv hätten jedenfalls "eine ganz wunderbare Wahl" getroffen. Wobei die Fußstapfen, die Shani auszufüllen hat, groß sind, steht Mehta dem Israel Philharmonic Orchestra doch seit 1969 vor.

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Zum Dirigenten


Der israelische Dirigent und Pianist Lahav Shani wurde 2013 mit dem ersten Preis des bedeutenden Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker ausgezeichnet; er beeindruckte mit seiner erstaunlichen Reife und seiner natürlichen, instinktiven Musikalität.

Nach dem Wettbewerb wurde Lahav Shani eingeladen, die Spielzeit 2013/14 des Israel Philharmonic Orchestra zu eröffnen ─ in sieben Konzerten in Tel Aviv, Jerusalem und Haifa, in welchen er Mahlers 1. Sinfonie dirigierte und Bachs Klavierkonzert in d-Moll vom Klavier aus leitete. Unmittelbar nach diesen Konzerten folgte eine Einladung für vier Wochen über die nächsten zwei Spielzeiten. Seine enge Beziehung zu dem Israel Philharmonic Orchestra begann 2007, als er Tschaikowskys Klavierkonzert unter der Leitung von Zubin Mehta interpretierte. 2010 wurde die Zusammenarbeit fortgesetzt, als Lahav Shani an der Far East Tour dieses Orchesters, unter der Leitung von Zubin Mehta, in Asien teilnahm, wo er als Solopianist, Dirigierassistent und Kontrabassist zu erleben war.

2012 gab er sein Debüt als Dirigent mit dem Konzerthausorchester Berlin. Im Juli 2013 debütierte er in China als Pianist mit Rachmaninows drittem Klavierkonzert und als Dirigent mit dem Shenzhen Symphony Orchestra. Nach seinem Erfolg beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb erhielt Lahav Shani Einladungen, als Dirigent mit bedeutenden Orchestern zu arbeiten, darunter mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem niederländischen Radio Filharmonisch Orkest, dem Gürzenich-Orchester Köln, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Bamberger Symphonikern, den Düsseldorfer Symphonikern und dem Sinfonieorchester Basel, außerdem kehrte er zum Konzerthausorchester Berlin zurück.

Lahav Shani wurde 1989 in Tel Aviv geboren. Im Alter von sechs Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht bei Hannah Shalgi und setzte seine Ausbildung bei Prof. Arie Vardi an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv fort. Zurzeit absolviert er sein Dirigierstudium bei Prof. Christian Ehwald und sein Klavierstudium bei Prof. Fabio Bidini an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin. In den letzten Jahren wurde er außerdem von Daniel Barenboim betreut.

Lahav Shani nahm an Meisterklassen verschiedener Pianisten teil, darunter András Schiff und Claude Frank. Zusätzlich zu seinem Klavierstudium studierte er Kontrabass bei Teddy Kling, erster Kontrabassist im Israel Philharmonic Orchestra, außerdem spielte er mit mehreren Orchestern unter der Leitung von Zubin Mehta, Daniel Barenboim, Gustavo Dudamel und Kurt Masur.

Darüber hinaus ist Lahav Shani festes Mitglied des Young Musician Educational Program des Jerusalem Music Centers. Zwischen 2000 und 2010 war er Stipendiat der America-Israel Cultural Foundation, später der Ronen Foundation. 2010 erhielt er ein Stipendium der Zfuon Tarbut Organization, in den letzten zwei Jahren erhielt er eine Förderung der Daniel Barenboim Stiftung und der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin, welche von Unit4 zur Verfügung gestellt wurden.

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