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AusnahmegesprächeIm Video: Helena Adler und ihr Anti-Heimatroman für unsere Zeit

Die meisten Buchhandlungen sind zu, aber das Interesse an heimischer Literatur ist ungebrochen. Dem trägt nun eine neue Videoreihe mit heimischen Autorinnen und Auotren Rechnung. Helena Adler macht den Anfang.

 

Manche Bücher, schrieb Literaturkritiker Werner Krause unlängst in der Kleinen Zeitung, "sollten den Hinweis ,Bitte fest anschnallen' auf dem Cover tragen." Ein wichtiger Sicherheitshinweis für die Lektüre von  Helena Adlers Debütroman „Die Infantin trägt den Scheitel links“, erschienen bei Jung und Jung. Denn dem sprachlichen Furor, mit dem die Salzburgerin ihre Protagonistin durch eine bäuerliche Scheinidylle schickt, begegne man "in dieser Intensität nur alle paar Jahre, bestenfalls", so Krause. Adlers Anti-Heimatroman für unsere Zeit sei "ein im besten Sinn umwerfendes Werk".

Nun ist die Salzburger Autorin und Malerin und in eigenen Worten "Goschn-Diva aus der Provinz" der erste Gast in einer neuen Interview- und Lesereihe mit der ORF-Literaturexpertin Katja Gasser. In Video-Interviews mit österreichischen Autorinnen und Autoren gibt es hier Ersatz für derzeit ausgesetzte Präsentationen und Lesungen. "Ausnahmegespräche" lautet folgerichtig der Titel der vom Hauptverband des österreichischen Buchhandels initiierten Gesprächsreihe. Gasser,  Leiterin des ORF-Literaturressorts und Trägerin des Staatspreises für Literaturkritik, stellt darin in einem von einer Lesung begleiteten Gespräch jeweils eine Neuerscheinung vor.

Nebst Helena Adler spricht auch mit dem Schriftsteller Daniel Wisser zu seinem Buch "Unter dem Fußboden" (Klever Verlag). An jedem weiteren Werktag kommen jeweils um 10 Uhr zwei weitere rund halbstündige, via Video von Home-Office zu Home-Office geführte Gespräche dazu. Am Freitag stehen Christian Schacherreiter ("Im Heizhaus der sozialen Wärme") und Norbert Kröll ("Wer wir wären") auf dem Programm, am Montag folgen Katharina Tiwald ("Macbeth Melania") und Josef Zweimüller ("Grün").

Manche Bücher, sie sind selten genug, sollten den Hinweis „Bitte fest anschnallen“ auf dem Cover tragen.

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