Es ist eine grelle afrikanische Vorhölle, die Fiston Mwanza Mujila in seinem ersten Roman „Tram 83“ zeichnet. Sowohl die 2014 erschienene Originalausgabe als auch die englische Übersetzung sind bislang mit Auszeichnungen überhäuft worden. Der Preisregen reißt nicht ab. Soeben wurden der Dichter und seine Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller mit dem Internationalen Literaturpreis des Berliner Hauses der Kulturen der Welt, dotiert mit insgesamt 35.000 Euro, ausgezeichnet. Wenige Stunden bevor der Autor den Nachtzug in die Schweiz erwischen muss, treffen wir ihn in einem Grazer Gastgarten. Seit er im September 2009 für ein Jahr das Amt des Stadtschreibers innehatte, lebt er auch hier.
Interview
Fiston Mwanza Mujila: "Ein Fluss braucht auch kein Visum"
Für sein pralles Romandebüt „Tram 83“ wurde er vielfach ausgezeichnet: Der in Graz lebende Lyriker Fiston Mwanza Mujila über Grenzen, Graz und den Kongo.
© Jürgen Fuchs