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127.720.800 Minuten RuhmBeethoven in der Popkultur

„Roll over Beethoven“: Ob sich der gute Ludwig im Grab umdreht, weil sich die Populärkultur bei ihm bedient? Wohl kaum. Populär war und ist er ja selber.

Ausschnitt aus einem der vier Siebdrucke von Andy Warhol aus dem Jahr 1987 © KK
 

"In Zukunft wird jedermann für 15 Minuten Weltruhm erlangen“, prognostizierte ja Andy Warhol. Der New Yorker Pop-Art-Star würdigte 1987 knapp vor seinem Tod Ludwig van Beethoven in einer vierteiligen Serie. Dazu legte er Noten aus der „Mondscheinsonate“ über das berühmteste Porträt des Meisters – jenes von Joseph Karl Stieler aus dem Jahr 1820 – und begann mit seinem Siebdruck-Farbenspiel.

In der Vergangenheit, bei Beethoven, sind es mittlerweile 127.720.800 Minuten Ruhm, seit dieser sich mit sieben Jahren erstmals auf einer Bühne ans Klavier setzte und gleich als Wunderkind gefeiert wurde. Dieser Ruhm wirkt bis heute unvermindert, in die Klassik hinein (natürlich) bis hin zur Werbung (unnatürlich). Und auch in die Popmusik (manchmal künstlich).

Wobei: Dort tauchte der Komponist erstmals auf, indem jemand ihm riet, er solle sich im Grab umdrehen – wohl nur ein Synonym für „sich schleichen“. „Roll over, Beethoven, and tell Tschaikovsky the news...“, sang Rock’n’Roller Chuck Berry 1956; die freche Ansage soll daher rühren, dass er in der Kindheit entnervt war, weil seine Schwester andauernd das Klavier besetzte, um klassische Musik zu spielen.

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