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Bachmannpreis 2020Eine virtuelle Verbeugung vor der Bachmann

Helga Schubert, Gewinnerin des Ingeborg- Bachmann-Preises, war bereits vor 40 Jahren eingeladen. Lesen konnte sie erst jetzt.

++ HANDOUT ++ 44. INGEBORG-BACHMANN-PREIS: 80-JAeHRIGE AUTORIN HELGA SCHUBERT GEWINNT BACHMANN-PREIS
Abstimmung: Sieg für Helga Schubert © APA/ORF/JOHANNES PUCH
 

Gegensätzlicher könnten die beiden ersten preisgekrönten Beiträge nicht sein. Da ein anrührender, autobiografischer Text über eine Mutter-Tochter-Beziehung von der 80-jährigen Helga Schubert (Bachmann-Preis, 25.000 Euro). Eine klassisch erzählte Geschichte, „die sich mit feiner Ironie im Raum der Literatur bewegt“ (Jurorin und Laudatorin Insa Wilke). Dort eine düstere, dystopische Geschichte der 30-jährigen Lisa Krusche (Deutschlandfunk-Preis) über eine Frau, die nach einer Katastrophe offenbar alleine auf der Welt ist. Ein „nacherzähltes Computerspiel“, wie Juror Michael Wiederstein meinte. Klaus Kastberger, der die deutsche Autorin eingeladen hatte: „Der Text fragt sich, wohin dieses Zusammenspiel von virtuell und real führen wird.“

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