Was darf denn in Ihrem Reisegepäck, abgesehen von den Gitarren natürlich, nicht fehlen?
KEITH RICHARDS: Um die Gitarren kümmern sich tatsächlich die Mitarbeiter. Ich habe zwei Koffer, in den einen habe ich meine T-Shirts geworfen, in den anderen kommen die restlichen Klamotten, dann nehme ich auch noch eine Tasche voller CDs und ein paar Platten mit. Diese Packerei ist nicht so richtig spannend. Ich mache das ja schon seit so vielen Jahren, viel zu lange eigentlich (lacht).

Haben Sie die Coronazeit in Ihrem Haus im US-Bundesstaat Connecticut verbracht?
Ja, wie fast alle Menschen, die ich kenne, bin ich zu Hause gehockt. Ich habe ein paar Songs geschrieben und darauf aufgepasst, dass es allen so weit gut geht.

Haben Sie jetzt sogar Lust auf das Reisen? Oder sind es in erster Linie die zwei, drei Stunden auf der Bühne, die Ihnen Spaß machen?
Klar, die Show ist das Tolle, der Höhepunkt. Deswegen macht man diesen Job. Der Rest ist einfach die Arbeit, die gemacht werden muss. Unsere Arbeit, weder deine noch meine, besteht ja nicht immer nur aus besonderen Momenten. Das meiste ist Alltag. Aber auch das gehört dazu. Mich stört das überhaupt nicht.

Was ist das Beste daran, bei den Stones zu spielen?
Du teilst dir die Bühne mit Menschen, die du als deine Freunde bezeichnen würdest, und spielst mit ihnen zusammen die Musik, die du liebst. Und um viele andere Dinge musst du dir keine großen Gedanken machen. Du musst nur sehen, dass du pünktlich auf der Bühne stehst.

Sie tun das seit 60 Jahren.
Und es fühlt sich an, als seien es schon 120 (lacht). Nein, ach, es fühlt sich eigentlich so an wie immer. Mein Job hat sich nicht sehr stark verändert. Im Ernst, ich bin glücklich, dass ich immer noch diese Arbeit habe. Was sollte denn sonst aus mir werden?