"Mei Herz fangt an zum schlogn – wenn’s di von da weitn aus scho siag“, sang Andreas Gabalier in der achten ORF-Ausgabe von „9 Plätze – 9 Schätze“. Und könnte damit den Sieger bzw. das gekürte Juwel Österreichs gemeint haben, es waren aber Zeilen aus seinem Lied „Auf der Alm“, das er neben dem Titel „Home Sweet Home“ im Gepäck hatte, während Barbara Karlich in der Fan-Zone an vielen Gläsern nippen musste. Uhudler, Blumenwein und Schnaps waren auch dabei.

Von der neunköpfigen Promi-Jury der Show – darunter die Amadeus-Gewinner Chris Steger („Zefix“) und Melissa Naschenweng („Lederhosenrock“), Chocolatière Julia Zotter, Bestseller-Autor Bernhard Aichner und Top-Mime Erwin Steinhauer – regnete es viele Punkte jedenfalls für Tirol (Gschnitztal, 54 Punkte), Vorarlberg (Wiegensee, 53 Punkte), für Wien (52 Punkte erreichten die Blumengärten Hirschstetten im 22. Gemeindebezirk Donaustadt) und für das Burgenland (Willersdorfer Schlucht, 51 Punkte). Das südsteirische Handwerkerdörfl in Pichla wurde mit 46 Punkten bedacht. Kärnten (Blumenberg Mussen) mit 44 Punkten. Einen Punkt mehr (also 45) erreichte Salzburg mit den Krimmler Wasserfällen.

Die endgültige Entscheidung fiel aber erst durch das Telefonvoting: Der Sieg 2021 geht an Vorarlberg. Silber für Tirol, Bronze für die Steiermark! Der Wiegensee liegt im Gemeindegebiet von Gaschurn am Fuß der Versalspitze auf einer Höhe von 1925 Metern. Er kann nur zu Fuß erreicht werden.

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Der Wiegensee gewann für Vorarlberg "9 Plätze"
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Ein museales Kleinod also auf Platz drei:
Zu verdanken ist das Handwerkerdörfl in Pichla bei Mureck der unaufhörlichen Leidenschaft eines Mannes, der sich dem alten Handwerk verschrieben hat. In jahrzehntelanger Arbeit hat Gerhard Seher auf seinem Anwesen ein historisches Haus nach dem anderen errichtet und ein Dorf mit 25 Objekten geschaffen – fast ausschließlich Gebäude aus einem Umkreis von 50 Kilometern.
Seher rettete sie vor dem Verfall, baute sie in mühseliger Arbeit ab und in seinem „Dörfl“ wieder auf. Geschaffen hat der Autodidakt und leidenschaftliche Sammler sein Handwerkerdörfl ohne öffentliche Förderungen oder Spenden: „Ich habe 45 Jahre gearbeitet, alles, was ich verdient habe, steckt da drinnen“, erzählte der 65-Jährige der Kleinen Zeitung.
In seinem südsteirischen Freilichtmuseum zu sehen sind unter anderem eine Greißlerei, eine Schmiede, eine Wagnerei, die Werkstatt eines Schusters, ein Bienenhaus, ein Bauernhaus mit einer Rauchküche, ein Keuschlerhaus, eine Schule oder eine Kapelle. Dieses Refugium voller liebevoller Details ist das Lebenswerk des gelernten Buchdruckers. Eine liebevoll gestaltete Welt von gestern mit historischen Werkzeugen und Möbeln.

Das Burgenland schickte heuer die Willersdorfer Schlucht ins Rennen
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Der beliebte Bundesländerabend wird am Mittwoch mit Armin Assinger übrigens noch „verlängert“: Um 21 Uhr steht in ORF 2 die Sendung „9 Plätze – 9 Schätze: So schön ist Österreich“ auf dem Programm. Dabei werden alle 27 Orte und Plätze, die die Bundesländer insgesamt heuer ins Rennen geschickt haben, noch einmal vorgestellt – damit das TV-Publikum nicht nur die neun Landessieger in ihrer Bilderpracht kennenlernt, sondern eben alle Geheimtipps 2021.



Das Handwerkerdörfl im südsteirischen Pichla landete auf Platz drei
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?9 Plaetze ? 9 Schaetze? 2021
Silber für das Gschnitztal (Tirol)
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Die Krimmler Wasserfälle traten für Salzburg an
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