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La StradaAkrobatik, Clowns und Figurentheater: So werden die Städte wieder zur Bühne

Von 30. Juli bis 7. August erobern im Rahmen von La Strada die Straßenkunst, Figurentheater und Co. die Städte Graz, Stainz, Weiz und Leibnitz. Trotz dem Nachspiel um die Dachstein-Oper finden auch auf dem Gipfel weitere Projekte statt.

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Die Akrobatinnen und Akrobaten von Cie XY werden in der Stadt Figuren formen © Samuel Buton
 

Wenn Künstler akrobatisch tanzend durch die Straßen ziehen, wenn von überall her Klänge zu vernehmen sind und wenn Clowns für mehr als nur Unterhaltung sorgen, dann bedeutet das: La Strada macht die Stadt wieder zur Bühne. Das Festival wird ab 30. Juli in Graz, Stainz, Weiz, Leibnitz und rund um den Dachstein sein buntes Programm unter die Leute tragen. "In vielfältiger, subtiler und durchaus humorvoller Weise" will man sich den Themen in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels widmen, so formuliert es Intendant Werner Schrempf. Vorsichtig und dennoch humorvoll soll sich der Kunst in Coronazeiten angenähert werden.

Figurentheater und "die Königin der Clowns"

Der Auftakt des Festivals gehört dem Italo-Amerikaner und Anarchoclown Leo Bassi im Grazer Orpheum. Er wird in "Me! Mussolini" den faschistischen Diktator "auf die Schaufel nehmen", sagt Schrempf. Gleichzeitig performen die französischen Künstlerinnen und Künstler der Compagnie Rhizome auf einer sieben Meter hohen und 18 Meter langen Stahlkonstruktion am Platz der Versöhnung im Stadtpark in Graz.

Zum Festival

La Strada. Internationales Festival für Straßen- und Figurentheater, Neuen Zirkus und Community Art. Graz, Stainz, Weiz, Leibnitz und Köflach. Von 30. Juli bis 7. August. 19 Produktionen und 117 Vorstellungen, davon 69 bei freiem Eintritt. www.lastrada.at

Und dann wechseln sich Figurentheater, weitere Clowns und andere Formen der Kunst ab: Der ehemalige Star-Clown des Circus Roncalli, Anatoli Akerman, ist im Grazer Orpheum auf der Suche nach Erfüllung, die selbst ernannte "Königin der Clowns" Gardi Hutter versucht sich als Schneiderin, die Akrobaten der Cie XY formen in schwarzen Gewändern menschliche Skulpturen auf Häuserwänden und in Parks in Graz, Weiz und Stainz und das Theater Zitadelle geht mit seinen "Berliner Stadtmusikanten" im Lesliehof im Joanneumsviertel in die zweite Runde. Speziell für das junge Publikum stehen im Lesliehof mit "3 kleine Schweinchen" und "Nicht so dääämlich" zwei Produktionen auf dem Programm.

La Strada: Das gibt es heuer zu erleben

Die "Königin der Clowns": Schweizerin Gardi Hutter tritt am 4., 5. und 6. August im Grazer Orpheum auf

Stephan Bundi

Cie Onyrikon & Samson Ogiamien zeigen ein feinfühliges, poetisches Spiegelspiel der Kulturen

Stefan Wild

Die Compagnie XY macht die Stadt in schwarzem Gewand unsicher

Samuel Buton
Samuel Buton

Clown Leo Bassi karikiert Mussolini

Javier Encinas

Die Artisanen bieten das Kindertheater "3 kleine Schweinchen"

Sandra Hermannsen

Rhizome kommen mit ihrer Akrobatik hoch hinaus

Jean-Louis Fernandez

Der Zirkus "Bêtes de foire"

Lionel Pesqué

Cie Les Zanimos' "Nicht so dääämlich!" ist ein Kindertheater

Benoît Linder

Common Ground stapeln Kisten und Körper

Theater op de Markt

Anatoli Akerman als Clown auf der Suche nach Erfüllung

Nikola Milatovic

Effetto Larsen fragt sich wer wir und wer die anderen sind

Nikola Milatovic

Electrico 28 untersucht in "The Frame" das Leben der Stadt

Nikola Milatovic

Die Landschaftsoper "Signal am Dachstein" fand am 20. Juli statt, weitere Projekte folgen

Susanne Posegga

Das Kunstlabor Graz

Joachim Hainzl

Eddie Luis und die Gnadenlosen XL sorgen für Musik ...

Patricija Luis

... ebenso wie JK HABE ...

ShootED

... die Jazz Passengers ...

Nikola Milatovic

... Eddie Luis’ Jazzbanditen ...

Patricija Luis

... die OOZ Band ...

Nicolas Escoubeyrou

... und die Zygos Brass Band

Cie Zygomat´Hic / Mathis Petiot

Das Theater Zitadelle

Klaus Zinnecker
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Außerdem wird das Projekt "Graz Vigil", das die Grazer Bevölkerung im vergangenen Jahr zu Wächtern über der Stadt am Schlossberg machte, recycelt. Genauer: Man baut die Installation auf dem Grazer Karmeliterplatz neu auf und die Aufzeichnungen, die die Wächter über ihren Erfahrungen festgehalten haben, werden dort wie in einem Pavillon für alle erlebbar sein.

Causa "Signal am Dachstein" steht anderen Projekten nicht im Weg

Offiziell eröffnet wurde das Festival eigentlich schon am 20. Juni mit dem "Signal am Dachstein", einer Landschaftsoper auf dem oberösterreichischen Gebiet des Gipfels. Die Aktion zog allerdings ein Nachspiel mit sich. Trotz Expertenscreening kam - für die Veranstalter "völlig überraschend" - ein negativer Bescheid der Naturschutzbehörde. Dennoch fand das Projekt statt, nun läuft ein Verwaltungsstrafverfahren.

"Derzeit wird rechtlich geprüft, ob eine naturschutzrechtliche Genehmigung unter Berücksichtigung der positiven fachlichen Stellungnahmen (noch) erforderlich war", heißt es von La Strada. Man erwäge auch, rechtlich gegen den Bescheid der Naturschutzbehörde vorzugehen, meint Schrempf. Die Angelegenheit verhindere jedenfalls nicht, dass im Rahmen des Festivals weitere Projekte rund um den Dachstein stattfinden werden. Bis 2024 will man mit heimischen Künstlern an der Frage, wie wir in unserer Landschaft leben und wo die Reise hingeht, weiterarbeiten.

 

 

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