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Kulturgeschichte der Impfung Mit Pusteln ging es gegen die Pocken

Da hat man ein Mittel gegen eine verheerende Seuche, und dann wollen die Leute sich nicht impfen lassen. Das fand einst schon ein gewisser Voltaire erstaunlich.

Wild sprießende Rinder: Die Impfung mit Kuhpocken amüsierte 1802 den Karikaturisten James Gillray © KK
 

In einem einzigartigen globalen (und finanziellen) Kraftakt wurde ein Gegenmittel gegen die Pandemie gefunden – aber aktuell wollen sich nur 20 Prozent aller Österreicher*innen gegen Covid-19 impfen lassen. Das kann man befremdlich finden, kulturhistorisch ist die Impfskepsis allerdings kein Phänomen unserer Zeit.
Von Voltaire (1694–1778), dem großen Philosophen der französischen Aufklärung, ist ein Text erhalten, der einen Kulturkampf rund um die Pocken beschreibt. Die hatten im Europa des 18. Jahrhunderts die Pest als gefährlichste Krankheit abgelöst, 400.000 Menschen starben jedes Jahr daran. Wer überlebte, trug – wie Haydn, Mozart, Beethoven, Goethe – nicht selten hässliche Narben davon.

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