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150. Geburtstag der Architektur-IkoneAdolf Loos oder wie ein Haus einen Kaiser zur Weißglut trieb

Architekt Adolf Loos war neben Josef Hoffmann eine der prägenden Gestalten der Wiener Moderne. Beide feiern dieser Tage 150. Geburtstag. Vergessen sind sie deshalb noch lange nicht.

Adolf Loos und sein Looshaus am Michaelerplatz in Wien
Adolf Loos und sein Looshaus am Michaelerplatz in Wien © Albertina/AFP
 

10. Dezember vor 150 Jahren: Erster und Zweiter Weltkrieg noch in weiter Ferne und das Internet noch nicht einmal eine kühne Vision. Und trotzdem würden Suchmaschinenoptimierer und Social-Media-Experten dem Jubilar Adolf Loos (1870–1933) an seinem Geburtstag mehr als nur ein Like verpassen: Verkürzen, verknappen, rhetorisch auf die Pauke hauen ist heute im Netz Trumpf, und Loos hätte 2020 mit seinen kernigen Aussagen wie etwa „Ornament und Verbrechen“, der Titel seines Vortrags von 1910, die Twittergemeinde locker auf seiner Seite.

Kommentare (1)
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MoritzderKater
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Lesenswert?

Adolf Loos kam um 150 Jahre zu früh auf die Welt . . . .

. . . . . heute hätte er leichtes Planen und Bauen und die Investoren lägen ihm zu Füßen.
Ich hätte mit dem Kaiser gefühlt, denn Jugendstil und Art deco haben für mich noch *Seele* , das Baker-Haus gleicht einem Käfig.

Ja, ich bin ein hoffnungslos altmodischer Mensch mit dem Hang zum Zierrat.