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Neue KulturstaatssekretärinWer der Kunst mit dem Rechenschieber kommt, hat sie nicht verstanden

Allenthalben freut man sich über die neue Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. Inzwischen geht das Match zwischen Wien und Bund auf einem Nebenschauplatz weiter.

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"Beginn“. „Neuanfang“. Das Vokabular bei der Antrittspressekonferenz von Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer verriet einiges über die Kulturpolitik der Regierung. Es sind Zauberworte, welche die Malaise der letzten Wochen vergessen lassen sollen. Dass Kulturminister Werner Kogler die „Professionalität“ und die „Managementqualitäten“ der neuen Kulturstaatssekretärin hervorhob, ist schön, aber schon auch ein bisschen peinlich. Wenn Kogler sagt: „Ich bin froh, weil sie sich auskennt“, klingt das wie ein Eingeständnis eigener Versäumnisse. Und wirkt – unabsichtlich – wie ein Nachtreten auf Ulrike Lunacek, die bemühte, glücklose Vorgängerin.

Kommentare (3)

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ASchwammerlin
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Abgehobenheit

ist die richtige Bezeichnung. Habe das erste Interview mit der "Neuen" gesehen, es ist erschreckend, welche Personen bei den Grünen in diverse Ämter kommen. Die unterscheiden sich aber um gar nichts zu den Marionetten der etablierten Parteien. Aalglatt und unpersönlich bestimmt eine Frau Mayer, was Kultur ist und was nicht! Die Aussage mit dem Rechenschieber ist letztklassik!

wedef1
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Rechenschieber

Das Kunst subventioniert werden muss ist keine Frage. Nur die Aussage, wer Kunst mit dem Rechenschieber kommt hat sie nicht verstanden, spiegelt genau die Abgehobenheit um nicht zu sagen Präpotenz wieder, mit der gewisse Kunstkreise derzeit agieren. Da wird bestimmt welche Politikerin weg muss, da wird vorgegeben mit dem rede ich mit dem nicht. Und wenn gleichzeitig laufend hohe, vom Steuerzahler finanzierte Subventionen in Anspruch genommen werden, da muss auch die Frage nach dem Rechenschieber erlaubt sein.

paulrandig
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Rechenschieber

Auf dem Geld stehen Zahlen. Egal, wie systemkonträr dazu die Kunst ist, wer Miete zahlen und etwas essen muss, muss sich gezwungenermaßen in die Niederungen der hässlichen Zahlen begeben. Egal, in welch genialen Sphären sich der Geist sonst befindet.