AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Premierenkritik"Don Karlos" am Burgtheater: Paranoide Konzentration

Am Burgtheater stellt Martin Kušej in Schillers Ideendrama vor allem die Nachtseiten von Willkür und Tyrannei aus.

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
++ HANDOUT ++ BURGTHEATER: DON KARLOS
Mitreißend: Franz Pätzold und Nils Strunk als Posa und Karlos © APA/BURGTHEATER/MATTHIAS HORN
 

Am Anfang: Blackout, unter sirrenden Drohnen sieht man schemenhaft, wie Schergen halbnackte Gefangene in eine Grube stoßen. Viel heller wird es auf der Bühne an diesem Abend nicht mehr werden, das Spanien Philipps II. ist ein finsterer Terrorstaat, in dem jeder Opfer werden kann. Klar, dass hier Intrigen spinnen zur Überlebenssache wird.
Schillers „Don Karlos“ ist die dritte seiner Inszenierungen, die Burg-Chef Martin Kušej aus München mit gebracht hat. Das Licht der Aufklärung, von dem das Ideendrama erzählt, bleibt hier ferne Idee, vielmehr sind die Nachtseiten von Tyrannei und Willkür ausgestellt: zeitgerechte Handreichung angesichts ringsum spürbar werdender demokratischer Ermüdungserscheinungen.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren