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Essay von Valerie Fritsch Der unsichtbare Hofstaat der Toten

Gedenken ist etwas Merkwürdiges, so notwendig die großen Abschiedsrituale sind, so wenig werden sie einem Verlorenen gerecht.

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Valerie Fritsch © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Mit den ersten schmalen, finstren Tagen, wenn schon das Wetter ein Abschied ist, kommt die kalendarische Erinnerung, nicht zu vergessen. Auf den Friedhöfen brennen unversehens Kerzen, ein Licht für jeden, ebenso hell und ebenso schnell verloschen wie ein ganzes Leben, und nur auf den Gräbern der Toten, an die keiner denkt, gibt es eine kleine, einsame Dunkelheit.

Kommentare (1)

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GordonKelz
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2
Lesenswert?

TRAURIG SEIN....

...wenn jemand stirbt wurde uns von Kindheit an anerzogen. Wenn wir uns nicht
selbst davon befreien, zieht es uns hinunter.
Das wollte der Verstorbene keinesfalls.
Das andere extrem in anderen Ländern der Erde den Tod ausgelassen fröhlich zu feiern ist wohl auch nicht angebracht, damit etwas zu verdrängen was für alle unausweichlich ist. Hüten sie sich vor Scharlatanen die ihnen
Trauerarbeit und Begleitung anbieten, dazu sind nur sie selbst in der Lage!
Gordon Kelz

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