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PremierenkritikMartin Kušej lädt mit "Faust" zur Höllenfährt

Burg-Herr Martin Kušej erneuert mit der Wiederaufnahme seiner rigoros gekürzten "Faust"-Version seine Einladung zu einer krachenden und donnernden Höllenfahrt. Furios: Bibiana Beglau als Mephisto.

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++ HANDOUT ++ FOTOPROBE 'FAUST' VON JOHANN WOLFGANG VON GOETHE
Als Wiedergänger in die infernalische Gegenwart geschleudert: Werner Wölbern als Faust © APA/BURGTHEATER
 

Ein Endspiel, in seiner Kernaussage weitaus näher an Beckett als an Goethe, ein Theater der Grausamkeit im Umfeld von Artaud, ein Inferno, bei dem Dante grüßen lässt, eine Orgie an Sex und Gewalt, an der auch Blutbademeister Quentin Tarantino seine Freude gehabt hätte. Und doch ist es ein krachendes, mit explosiver Sprachkraft aufgeladenes, alles menschliche zermalmendes Werk aus der Originalmanufaktur, Marke Martin Kušej. Vor fünf Jahren nahm er sich im damals von ihm geleiteten Münchner Residenztheater, dramaturgisch unterstützt von Albert Ostermaier, Johann Wolfgang Goethes "Faust I" und "Faust II", zur Brust, gemeinsam zerlegten sie das Werk in alle Einzelteile.

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