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LiteraturnobelpreisSchwedische Akademie bittet Mitglied nach Skandal um Rückzug

Die Schwedische Akademie hat Katarina Frostenson um ihrem Rücktritt gebeten. Der Ehefrau des wegen Vergewaltigung verurteilten Jean-Claude Arnault werden Verstöße gegen die Statuten vorgeworfen.

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Katarina Frostenson und Jean-Claude Arnault auf einem Foto aus dem Jahr 2011 © APA/AFP/TT NEWS AGENCY/HENRIK MO
 

Die mit der Vergabe des Literaturnobelpreis betraute Schwedische Akademie möchte ihre Reputation wiederherstellen und hat Akademie-Mitglied Katarina Frostenson um ihrem Rücktritt aus dem Gremium gebeten. Der Ehefrau des wegen Vergewaltigung verurteilten Jean-Claude Arnault werden Verstöße gegen die Statuten vorgeworfen: Sie soll ihrem Mann die Preisträger verraten haben.

"Die Akademie hat einstimmig eine Resolution beschlossen, mit der wir sie um ihren freiwilligen Rückzug bitten", so der ständige Sekretär der Akademie, Anders Olsson, gegenüber Reuters. "Sollte das nicht geschehen, werden wir eine neue, unabhängige Untersuchung der Vorwürfe gegen Frostenson beginnen und ihr eine faire Chance geben, sich zu verteidigen. Das ist der zweite Teil der Resolution."

Die heurige Zuerkennung des Literaturnobelpreises war entfallen, nachdem nicht nur die Vorwürfe des sexuellen Fehlverhaltens gegen Jean-Claude Arnault aufgetaucht waren, sondern auch Vorwürfe, dass Frostenson ihrem Mann die Namen einiger Gewinner im Vorfeld der offiziellen Verkündung weitergegeben haben soll. Im darauffolgenden Akademie-internen Streit zogen sich mehrere Mitglieder zurück.

Eine frühere Untersuchung der Vorwürfe war laut Olsson zu kurz gegriffen und brachte keine befriedigenden Ergebnisse. Frostenson hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Rücktrittsgesuch geäußert.

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