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'Der Barbier von Sevilla'

Komisches, Tragisches und Tröstliches

Das Publikum reagierte mit Bravorufen und langanhaltendem Applaus bei der Premiere von Rossinis "Barbier von Sevilla" in der Grazer Oper. Eine Nachtkritik. Von Eva Schulz

Anna Brull und Tansel Akzeybek
Anna Brull und Tansel Akzeybek © (c) Werner Kmetitsch
 

Die Fotos im Programm hatten eher Klamaukhaftes vermuten lassen: Die neue Deutung des "Barbiers" in der Inszenierung von Axel Köhler geriet aber wohltuend komödiantisch, unterhaltsam und kurzweilig und ließ abseits von allem Amüsement den Charakteren eine zweite, tiefere Deutungsebene. Unter der Leitung des ersten Kapellmeisters Robin Engelen musizierte das Grazer Philharmonische Orchester mit Leichtigkeit und Eleganz und ließ dabei immer wieder auch ein wenig Melancholie und Tragik der Figuren durchscheinen.

Ein Perückenkopf als Bühnenbild
Ein Perückenkopf als Bühnenbild Foto © Oper Graz

Okarina Peter und Timo Dentler schufen ein originelles und wandelbares Bühnenbild, das mit Lichteffekten zusätzlich für differenzierte Stimmungen sorgte. Überzeugend waren auch die gesanglichen Leistungen - vom Herrenchor der Oper und den  Nebenrollen (Dariusz Perczak als Fiorello und Offizier und Sofía Mara als Berta) bis zu den Hauptrollen. Tansel Akzeybek war ein sanfter und gleichzeitig viriler Graf Almaviva, Isaac Galán ein gewitzter und vor Selbstvertrauen strotzender Figaro. Anna Brull gab mit perlenden Koloraturen eine herzige und raffinierte Rosina. Auch Wilfried Zelinka (Bartolo) und Peter Kellner (Basilio) meisterten ihre Parts sowohl stimmlich als darstellerisch mit Bravour.

Der Barbier von Sevilla: Termine und Tickets

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  • Kommentare (3)

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    Blöde Frage:

    Ich hab mir in Österreich noch eine Oper angesehen: Wird da auf Deutsch gesungen?

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    klzmueller
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    OmÜ

    Dann wirds aber Zeit, das zu ändern! :) Originalsprache mit Übertiteln ist üblich - in diesem Fall wird in der Grazer Oper Italienisch gesungen.

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    ChihuahuaWelpe55
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    Was ich bisher

    verstanden habe, werden Opern eigentlich immer in der Sprache gesungen, in der sie verfasst wurden. Es gibt selten bis kaum Übersetzungen in deutscher Sprache und wenn dann sind sie angekündigt. Aber es ist eh egal, man versteht eh nix ;) aber eine Oper ist trotzdem schön!!

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