Volksanwältin Terezija Stoistis (G) und der Historiker Karl Stuhlpfarrer sind die Träger des vom Zentralverband Slowenischer Organisationen in Kärnten und vom Slowenischen Kulturverband heuer zum sechsten Mal verliehenen Vinzenz-Rizzi-Preises. Damit werden jene Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich um die Einhaltung der Minderheitenrechte besonders verdient gemacht haben. Benannt ist die Auszeichnung nach dem 1816 geborenen Humanisten und literarischen Vorkämpfer des Vormärzes, Vinzenz Rizzi.
Preisträger. Stoistis ist nach den Worten von Zentralverbandsobmann Marjan Sturm "eine der markantesten Verfechterinnen für Minderheitenrechte auf der politischen Bühne Österreichs und hat große Verdienste dafür erworben, dass den Minderheitenfragen in der österreichischen Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit und mehr positiver Zuspruch gewidmet wird". Der Klagenfurter Universitätsprofessor Stuhlpfarrer "erfüllt seine wissenschaftliche Reputation im Dienste einer Erinnerungs- und Gedächtniskultur, die eine kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und historischen Zusammenhängen ermöglicht und darüber hinaus für Gegenwart und Zukunft ein widerständiges Bewusstsein gegen Nationalismus und Intoleranz fördert", hieß es am Freitag in einer Aussendung des Zentralverbandes.
Einsatz. Stuhlpfarrer und Stoisits hätten sich "gegen die herrschende Befindlichkeit Kärntens immer für eine konstruktive Politik und Kultur des Zusammenlebens eingesetzt, insbesondere unter Berücksichtigung der allgemeinen Menschenrechte auch im Bereich der Sprache und Kultur der slowenischen Volksgruppe".
Vinzenz-Rizzi-Preis für Stoisits und Stuhlpfarrer
Der Zentralverband Slowenischer Organisationen würdigt das Eintreten
der Politikerin Terezija Stoistis und des Historikers Karl Stuhlpfarrer für Minderheitenrechte.