Es war ein kurzes Aufblitzen, eine leise Hoffnung davon, dass was daraus hätte werden können: Da beißt ein Wels in einem bayrischen See gleich fünf Leute! Es wabert die Geschichte gleichsam von ganz allein hoch, wie wenn man beim Schwimmen im Teich in den Schlatz steigt. Theoretisch war es für diesen Sommer sowas von angerichtet: 50 Jahre „Der Weiße Hai“ und ein 90 Kilo schwerer, fast zwei Meter langer und ziemlich bissiger Wels-Lackl in Bayern und fertig ist das altbekannte Elixier aus Gänsehaut, Grusel und hochgejazzter Hystero-Euphorie. Aber nichts da, die Alchemie der Sommerlochtiere, sie ist verpufft: Das war im Fall vom Wels recht schnell klar, es blieb nicht einmal Zeit, um ihm einen Namen zu geben, da war er schon tot – von der Polizei erschossen, hieß es zunächst. Aber selbst das war nur die halbe Wahrheit, geschossen wurde, aber am Ende mussten es zwei Angler erledigen. Selbst diese Geschichte – das Tier war nicht umzubringen! Siehe Weißer Hai – verfing sich nicht. Übrig blieben 120 Portionen Fischfilet und auch die waren schnell weg.