Timothée Chalamet brachte am Wochenende die Absperrungen am roten Teppich zum Wanken. Er präsentierte bei der Berlinale die Deutschlandpremiere seines Bob-Dylan-Biopics „A Complete Unknown“. Mehr Trubel hätte wohl nur Dylan selbst ausgelöst. Aber vielleicht ist Timothée Chalamet in der jungen Generation sogar bekannter. Immerhin ließen sich vom jungen Kinopublikum am Potsdamer Platz Sätze wie „schade, dass der schon so früh gestorben ist“ mithören. Dylan, dem es gut geht, wie Chalamet mehrfach betonte, gefällt so eine Mystifizierung vermutlich. Und angeblich gefällt ihm auch das Filmporträt seiner ersten Jahre. Der Weg vom politischen Folk-Erlöser zum ersten Elektro-Album „Highway 61 Revisited“ ist gepflastert mit guten Songs. Chalamet und seine Co-Stars Monica Barbaro als Joan Baez und Edward Norton als Pete Seeger singen sie laut Abspann alle selbst. „Meine Verwandlung war nie akademisch, es war eine Osmose. Ich lebte Tag und Nacht in diesem Material. Kreation und Analyse sind verschiedene Prozesse.“
Deutschlandpremiere
Timothée Chalamet war bei Berlinale als Bob Dylan zu Gast
Der Hollywood-Star musste fast zehn Kilo zunehmen, um den legendären Sänger im Bob Dylan-Biopic „A Complete Unknown“ darstellen zu können.
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