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PH KärntenGeschichtsdidaktik: „Stiefschwester“ Politische Bildung

Forschungsinteresse am Berufsverständnis der Geschichtslehrer.

Die Bildungsforscherin Cornelia Klepp arbeitet an der PH Kärnten
Die Bildungsforscherin Cornelia Klepp arbeitet an der PH Kärnten © KK/PH Kärnten
 

In Summe acht Wochenstunden sind in der Ausbildung von Geschichtslehrern für das Thema Politische Bildung vorgesehen. „Das zeigt den geringen Stellenwert, den dieses Fach nicht nur im schulischen Unterricht, sondern auch in der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern hat“, sagt die Bildungsforscherin Cornelia Klepp.

Sie beschäftigt sich an der PH intensiv mit Politischer Bildung und kritisiert, dass das Fach nach wie vor als „Stiefschwester“ der Geschichte ein Schattendasein fristet. Das müsse nicht so sein: „Es ist an der Zeit, die Fort- und Weiterbildung zu überdenken und neue, maßgeschneiderte Bildungsangebote zu erarbeiten“, sagt Klepp. Als Basis dafür könnte eine an der PH geplante Studie zum Professionsverständnis von Geschichtslehrern dienen: Rund 360 Personen unterrichten das Fach an Kärntens Schulen. Je nach Alter haben sie einen unterschiedlichen Bildungsweg hinter sich: Einige altgediente Lehrer wurden noch im Ausbildungssystem der 1970er sozialisiert, jüngere Kollegen absolvierten schon Hochschulstudien. Klepp; „Wir interessieren uns dafür, ob diese unterschiedlichen Gruppen jeweils einen eigenen Blick auf das Fach und das Unterrichten haben.“ In einer Längsschnittstudie sollen aber auch Probanden über mehrere Jahre begleitet werden – wie verändert sich ihr Blick auf die Unterrichtstätigkeit? Die Studie soll neue Einblicke bringen und über die Grenzen Kärntens hinaus durchgeführt werden.

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