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Forschung aus Kärnten - FHLehrreiches Abenteuer mit sozialem Wert

Architekturstudierende der FH Kärnten bauen seit 2009 in Südafrika Schulgebäude. Eine Halle in Mzamba bildete den Schlussstein.

Eingespieltes Team: Nur sechs Wochen brauchten die angehenden Architekten, um die Halle aufzustellen. Die 60.000 Euro Projektkosten kamen aus Spenden
Eingespieltes Team: Nur sechs Wochen brauchten die angehenden Architekten, um die Halle aufzustellen. Die 60.000 Euro Projektkosten kamen aus Spenden © Brandstätter
 

Es ist weniger die Hitze an sich, die das Arbeiten auf einer südafrikanischen Baustelle so fordernd macht. „Wir haben vielmehr mit der Umstellung zu kämpfen. Wenn wir im Feber losfliegen, ist es in Österreich Winter. Steigen wir aus dem Flugzeug aus, hat es 30, 35 Grad“, sagt Jürgen Wirnsberger. Ihm und den Studierenden der FH Kärnten ist der abrupte Wechsel ins subtropische Klima aber keine Hürde. Ihre weite Reise hat einen lehrreichen Grund – und einen sozialen.

Seit 2009 reisen Architektur-Studierende mit dem Verein „s2arch“ in südafrikanische Dörfer, um dort Klassen und Werkstätten zu errichten. Geplant wird in Kärnten, ausgeführt in Afrika. Zwölf Schulräume wurden inzwischen gebaut. Das jüngste abgeschlossene Projekt ist eine Halle für die 260 Schüler des Ithuba Wild Coast Community College, die damit einen großen Veranstaltungs-, Sing- und Tanzraum erhält. Wirnsberger, selbst Absolvent des Studiengangs, betreute das Vorhaben mit seinen Kollegen Florian Anzenberger und Elias Rubin und begleitete die Studierenden mit den Erfahrungen eines Südafrika-Experten – immerhin war er als FH-Student schon Teil des Projekts.

„Die sechs Wochen, die wir vor Ort verbringen, sind immer extrem intensiv. Wir arbeiten von früh bis spät, kommen aber auch viel mit den Schulkindern in Kontakt. Was wir da an Dankbarkeit zurückbekommen, ist schwer, in Worte zu fassen“, sagt Wirnsberger. Die Studierenden würden aber auch viel an Wissen mit nach Hause nehmen – über die Verantwortung von Architektur und „was es heißt, mit sehr wenig das Leben meistern zu müssen.“

Mzamba liegt im ärmsten der neun südafrikanischen Bundesstaaten, dem Eastern Cape, etwa 190 km südlich von Durban nahe des Indischen Ozeans. „Ziel der Schule ist es, den Kindern und Jugendlichen der umliegenden Dörfer Zugang zur Bildung zu ermöglichen, was in dieser Region keine Selbstverständlichkeit ist“, sagt Wirnsberger. Details zum Projekt findet man unter mzambahall.at

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