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Alpen-Adria-UniversitätNeues Masterstudium „Visuelle Kultur“

Die kritische Auseinandersetzung mit Bildern der Populärkultur und des Visuellen stehen im Fokus des neuen Masterstudiums „Visuelle Kultur“. Das Studium startet im Herbst 2018 an der Universität Klagenfurt.

Faces – Schule des Sehens
Faces – Schule des Sehens © KK/Edith Payer
 

Ein Bild sagt mehr als Worte. Warum das so ist, erklärt Anna Schober-de Graaf, Professorin für Visuelle Kultur an der Universität Klagenfurt: „Bilder machen evident und erzeugen Präsenz. Auf einem Bild hat man viele Informationen gleichzeitig auf einen Blick versammelt, wobei diese auf Authentisches bzw. Wahrheiten verweisen können.“ Für Schober-de Graaf können sich Bilder nicht relativieren oder zurücknehmen, wie es die Sprache kann. Und hier setzt das neue Masterstudium „Visuelle Kultur“ an.

Bedeutung der Bildwelten

Unser soziales Leben ist von vielen unterschiedlichen visuellen Medien geprägt wie etwa Film, Fernsehen, Internet, Fotografie oder Plakate. „Wir haben heute viel damit zu tun, Bilder zu interpretieren und Bedeutungen zu hinterfragen“, sagt Schober-de Graaf. Im Studium der Visuellen Kultur werden Fragen aufgeworfen, wie man sich mit visueller Bedeutungsproduktion auseinandersetzt. „Visuelle Kultur, und vor allem die bildenden und darstellenden Künste eröffnen zudem aber auch Möglichkeiten des Sich-Selbst-Wahrnehmens, die jenseits von dem Bild, das man nach außen vermitteln möchte, liegen.“

Eine Besonderheit des Studiums ist die interdisziplinäre Verknüpfung von Zugängen der Kunstgeschichte, der Bildwissenschaften, der Film- und Medienwissenschaften, der philosophischen Bildtheorien und deren Geschichte sowie der Kulturwissenschaften. Den Studierenden wird das Verständnis von visueller Populärkultur wie z. B. Film, Fotografie, Fernsehen, Internet, Computerspiele, Werbung, als auch Bildende und Darstellende Kunst nähergebracht. Studierende lernen eine kritische Reflexion von populärkulturellen Bildern und Ästhetiken. Schwerpunkte im Studium liegen auf den Themen Bild und Öffentlichkeit (Ausstellungen, Museen, Denkmäler, Festivals), transkulturelle Bild-Kommunikation (regionale und globale Kulturvermittlung) und fiktionale Gestaltungspraktiken (z. B. Film, Fotografie und Internet).

Für das Studium „Visuelle Kultur“ gibt es kein Aufnahmeverfahren und Absolventinnen und Absolventen der Bachelorstudien Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft, Medienwissenschaft, Neuphilologie, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Politikwissenschaft, Kulturanthropologie, Ethnologie und Erziehungswissenschaft können das Masterstudium belegen.

Viele Institutionen bzw. Tätigkeitsfelder stehen den Absolventinnen und Absolventen offen: Kunst- und Kulturbetrieb, Kulturjournalismus und Kunstkritik, Kulturverwaltung, Verlags- und Zeitschriftenwesen, Community Management und interkulturelle Kommunikation, Creative Industries, Tätigkeiten in Bezug auf Film- und Fernsehproduktionen – um nur einige zu nennen.

Weiterführende Info: www.aau.at/studien/master-visuelle-kultur/

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