Richter glaubt ihm nichtWeil er Rente beziehen möchte: 48-Jähriger behauptet 102 Jahre alt zu sein

Weil ein 48-jähriger Deutscher Rente beziehen möchte, behauptet er 102 Jahre alt zu sein. Der zuständige Richter kauft ihm die kühne Behauptung nicht ab.

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Rente
Ein Deutscher behauptet, 102 Jahre alt zu sein, um Rente zu beziehen. © (c) AP (Michael Sohn)
 

Wir befinden uns in der deutschen Stadt Celle in Niedersachsen, wo ein Vollzeit arbeitender Verwaltungsfachangestellter beim Landkreis Stade wohl genug vom Arbeitsleben hat: Er möchte in Rente gehen, weswegen er auch einen entsprechenden Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellte. Dieser wurde jedoch abgelehnt, da er laut den vorliegenden Unterlagen erst 48 Jahre alt und daher noch weit entfernt von einem Rentenalter ist. "Stimmt nicht", behauptet der Mann. Seiner Ansicht nach sei der Anspruch auf Altersrente gerechtfertigt, denn er sei bereits 102 Jahre alt. Er klagte vor dem Landessozialgericht.

Die Daten im Versicherungskonto der Deutschen Rentenversicherung seien schlicht und einfach falsch, sein Geburtsjahr sei nicht wie aus den Dokumenten ersichtlich das Jahr 1973, sondern 1919. Dazu legte er eine eidesstattliche Erklärung sowie eine selbst verfasste Geburtsbescheinigung vor. Nun hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen die Berufung des Mannes zurückgewiesen. "Dass wir es nicht mit einem 102-jährigen Menschen zu tun haben, ist  -  glaube ich - offensichtlich", sagte Richter Uwe Dreyer. Er wittert gar eine Straftat des arbeitsmüden Mannes, denn er würde das Verfahren mutwillig führen.

Die Kosten des Verfahrens von 1000 Euro muss der (mutmaßlich) 48-Jährige indessen selbst tragen, eine Revision wurde nicht zugelassen.

Kommentare (8)
Heike N.
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Müsste da nicht die Staatsanwaltschaft wegen

Urkundenfälschung tätig werden?

duesenwerni
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Mit 102 Jahren erst die Rente beantragen, ...

... vorbildlich! :-)

Dr.B.Sonnenfreund
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Dieser Richter

muss aber ein Meister im Erkennen des Alters sein. ich bin auch 48, ob der Herr Rat mir 102 Jahre abgekauft hätte ?

zeus9020
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EXAKT...

...ich hätte sicherlich nicht mehr als 5 Minuten verhandelt und sodann ebenso den Akt zur Beurteilung allfällig strafrechtlich relevanten Verhaltens der Strafverfolgungsbehörde zugemittelt....

Chruchhill
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Jawolll!

Immer brav aufsalutieren und bestrafen... auch die Schwindlichen...Hauptsache, dem Buchstaben des Gesetzes ist Genüge getan.

SoundofThunder
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Zuviel "Highländer-Nur einer wird überleben" geschaut?

Besser man nimmt ihm den Führerschein ab.

paulrandig
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Also, manchmal...

...frag' ich mich, wo manche Leut' angrennt sind.

HRGallist
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Richter glaubt ihm nicht

Für diese abartige Blödheit vor Gericht sind eigentlich € 1000.- zu wenig, denn sie werden ihn nicht von weiteren Blödheiten fernhalten, im Gegenteil!